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Stadt Völklingen will weitere Grundschule in der Innenstadt

Verwaltung will auf hohe Kinderzahlen reagieren : Stadt Völklingen will weitere Grundschule

Oberbürgermeisterin stellt Investitionsprogramm 2020 vor und hat schon Pläne darüber hinaus.

Mit Hilfe von Bund, Land und Regionalverband investiert die Stadt Völklingen 2020 in vielen Schulen und Kindertagesstätten. So soll im Juli der Neubau der Evangelischen Kita in der Rheinstraße fertig werden. Hier wird Platz geschaffen für 75 Kindergarten- und 22 Krippenkinder. Einen Großteil der Kosten von 2,8 Millionen Euro übernehmen Land und Regionalverband. Die Kita in Lauterbach wird für 743 000 Euro erweitert, und der Standort Geislautern-Wehrden für 285 000 Euro saniert. In den Brandschutz an der gebundenen Ganztagsgrundschule Heidstock fließen 450 000 Euro. Deutlich größer ist die Baumaßnahme an der Grundschule Wehrden. Sie wird bis 2022 saniert und erweitert. Gesamtkosten: drei Millionen Euro, wobei Bund und Land einen Großteil übernehmen.

Oberbürgermeisterin Christiane Blatt stellte mit dem städtischen Bauexperten Stephan Michely das Investitionsprogramm der SZ vor. Weil die Kinderzahlen steigen und die Grundschule Bergstraße schon jetzt sehr groß sei, überlege die Verwaltung, eine dritte Schule in der Innenstadt neben den Standorten Bergstraße und Haydnstraße zu bauen, erklärte Blatt. Dann müsse die Stadt aber Grundstücke dazukaufen. Ein möglicher Standort könne das Gelände der früheren Mühlgewannschule sein, wobei dieses Gebäude nicht mehr modernen Anforderungen an eine Schule genügt, sagte Blatt. Auch ein anderer Standort sei möglich. Die Mühlgewannschule hatte der Regionalverband an die Stadt Völklingen zurückgegeben. Das Kultusministerium habe jetzt nach einem Gespräch mit ihr signalisiert, einer dritten Grundschule in der Innenstadt zuzustimmen, sagte Blatt. Wo diese eingerichtet wird, entscheide der Stadtrat.

Die Stadt Völklingen investiert aber nicht nur in die Bildungseinrichtungen. Das Neue Rathaus wird saniert. Das wird voraussichtlich zwölf Millionen Euro kosten, bisher stehen aber nur 3,4 Millionen Euro zur Verfügung, erklärte Michely. Mit diesem Geld werde in diesem Jahr eine neue Kälte- und Notstromzentrale gebaut. Bis Ende 2021 folgen weitere Ausgaben für den Brand- und Sonnenschutz. Anschließend sollen nach und nach die einzelnen Etagen saniert werden. Und dann wird auch das Alte Rathaus herausgeputzt, die Fassade saniert und der Platz davor neu gestaltet. Alles soll fertig sein, wenn gegenüber der Modepark Röther 2021 eröffnet. Der Spatenstich für die Millioneninvestition in Völklingen war im vergangenen Jahr. Für Investitionen nimmt die Stadt in diesem Jahr Kredite in Höhe von 8,8 Millionen Euro auf. Christiane Blatt sagt: „Kommunen müssen in eine lebenswerte Stadt investieren.“