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| 20:28 Uhr

Nach Protesten
Stadt Völklingen verzichtet auf Erhöhung der Hundesteuer

Zwergschnauzer Leo von Völklingens Ortsvorsteherin Monika Roth versteht nichts von Zahlen und Steuern. Er führt nur ein prima Hundeleben.
Zwergschnauzer Leo von Völklingens Ortsvorsteherin Monika Roth versteht nichts von Zahlen und Steuern. Er führt nur ein prima Hundeleben. FOTO: Robert Roth
Völklingen. Die Stadt Völklingen braucht Geld. Doch der Vorschlag von OB Klaus Lorig, an der Hundesteuer zu drehen, wurde abgeschmettert. Von Angelika Fertsch-Röver

Gute Nachricht für Völklinger Hundebesitzer. Die geplante Erhöhung der Hundesteuer ist vom Tisch. Der Stadtrat wollte offensichtlich dem Vorschlag von Oberbürgermeister Klaus Lorig nicht folgen. Laut dessen ursprünglichem Beschlussvorschlag sollte die Steuer jährlich von aktuell 96 Euro auf 108 Euro für den ersten Hund steigen. Betroffen wären 2400 gemeldete Hundebesitzer. Rund 30 000 Euro wären mit der Erhöhung in die leeren Kassen gespült worden, Geld, das die Stadt dringend braucht für die Sanierung ihres Haushaltes. Bereits Ende November stand das heiße Eisen „Erhöhung der Hundesteuer“ auf der Tagesordnung unter Punkt 6 der öffentlichen Sitzung – und wurde vertagt. Am heutigen Donnerstag sollte der Stadtrat endgültig abstimmen. Jetzt im Vorfeld das Aus: Der Hauptausschuss hat sich bereits in seiner jüngsten Sitzung gegen die Erhöhung der Steuer ausgesprochen.

Schon bei der letzten Erhöhung zum 1. Januar 2016 hatte die Völklinger Ortsvorsteherin Monika Roth (parteilos) ihr Unbehagen geäußert. Die passionierte Hundebesitzerin, seit dem Frühjahr ist Zwergschnauzer Leo nach dem Tod von Mischling Sammy bei ihr eingezogen, kennt viele ältere Menschen, für die ihr Hund der ganze Lebensinhalt ist und denen es schwer fällt, das Geld für ihr Tier aufzubringen.

Immerhin war es Monika Roth gelungen („mit Unterstützung von Bürgermeister Wolfgang Bintz“) eine monatliche Ratenzahlung durchzusetzen: „Acht Euro monatlich verkraftet man besser, als die ganze Summe auf einmal zahlen zu müssen“, argumentiert Roth. Auch sie hatte gerüchteweise gehört, dass die Stadt auf die Erhöhung verzichten wolle. SPD-Fraktionschef Erik Kuhn bestätigte  das Gerücht: „Wir haben Möglichkeiten gefunden, die 30 000 Euro, die wir nach dem Haushaltssanierungsplan für 2018 einsparen müssen, in einem Bereich rauszunehmen, wo es nicht weh tut.“ Aufgrund des aktuellen Niedrigzinses müsse weniger Geld für die Rückzahlung sogenannter Liquiditätskredite bereit gestellt werden. „Diese Zinsen sind seinerzeit wesentlich höher bewertet worden.“

Außerdem, so stellt Kuhn in Aussicht, denke man in Völklingen über eine Staffelung der Hundesteuer nach, gemäß dem Vorbild anderer Gemeinden. Schließlich gebe es Hunde, die im sozialen Bereich Aufgaben übernähmen wie etwa Therapie- oder Blindenhunde. Man müsse im Detail überdenken, für welche Hunde mehr oder für welche weniger Gebühren anfallen sollten. Selbst eine Befreiung  von der Hundesteuer ist nicht unmöglich: Monika Roth berichtet von der Familie, die sich einen Hund aus dem Tierheim holte und von Völklingen nach Wadgassen umzog. „Als sie dort das Tier auf dem Rathaus anmelden wollte, hieß es ‚Hunde aus dem Tierheim zahlen hier keine Steuern.’“.