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Ehrung im Rathaus
Stadt Völklingen dankt ihren Feuerwehrleuten

Die Geehrten präsentierten sich im Völklinger Alten Rathaus zum Erinnerungsfoto.
Die Geehrten präsentierten sich im Völklinger Alten Rathaus zum Erinnerungsfoto. FOTO: BeckerBredel
Völklingen. Sie leisten unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Und Wehrführer Herbert Broy erhält sogar das Ehrenkreuz in Gold. Von Andreas Lang

Das höchste Ehrenzeichen, das der Deutsche Feuerwehrverband zu vergeben hat, ziert nun die Uniform des Wehrführers der Freiwilligen Feuerwehr Völklingen. Brandinspektor Tony Bender und der Vorsitzende des Feuerwehrverbandes im Regionalverband, Thomas Quint, überreichten dem völlig überraschten Wehrführer Herbert Broy im Rahmen der Feuerwehrehrungen im Festsaal des Alten Rathauses das seltene Feuerwehr Ehrenkreuz in Gold. Den Tränen nahe dankte Broy seiner Mannschaft: „Ohne Euch wäre das nicht möglich.“


Zuvor war die Zeit, die Leistung der ehrenamtlichen Lebensretter insgesamt zu würdigen. Oberbürgermeister Klaus Lorig: „Vor allem möchte ich Ihnen Danke sagen für die vielen Stunden freiwilliger und ehrenamtlicher Arbeit, die Sie unserer Stadt und unserem Gemeinwesen schenken und geschenkt haben.“ In seiner Rede ging der Rathauschef vor allem auf die Bedeutung der ehrenamtlichen Tätigkeit und die besondere Rolle der Feuerwehr ein: „Sie alle sind das Rückgrat unserer Gesellschaft. Und oft sind Sie die wirklichen Helden unseres Alltags. Sie zeigen uns,  dass es Menschen gibt, die nicht nur Ansprüche haben, sondern auch etwas geben, die sich einbringen, Freizeit opfern und Verantwortung übernehmen. In Ihrer Tätigkeit  findet das Ehrenamt die neuralgischen Punkte unserer Gesellschaft. Sie sind da, wo sie gebraucht werden. Wo kontinuierliche Unterstützung und Hilfe nötig sind, da springen Sie, die Ehrenamtlichen, ein. Sie sind beherzt und mit Leidenschaft bei der Sache. Hier zählt noch der Kontakt von Mensch zu Mensch.“

Die Aufgabe als Chef der Wehr hat Lorig wohl tief beeindruckt – und so kündigte er bereits an: „Ich werde mich auch noch nach dem Ende meiner Amtszeit im Mai 2018 für die Feuerwehr einsetzen.“



Angesichts der jüngsten Brandtragödie am Saarbrücker Saarufer betonte Saarbrückens Sicherheitsdezernent Harald Schindel bei der Feierstunde in Völklingen: „Es macht  keinen Unterschied, ob die Berufsfeuerwehr oder die Freiwillige Feuerwehr anrücken, die Ausbildung ist die gleiche.“ Der einzige Unterschied bestehe darin, dass die Freiwilligen ehrenamtlich zur Hilfe eilten. Ihr wichtigster Lohn seien deshalb Ehrungen wie diese. Der Wert dieser ehrenamtlichen Leistung sei eigentlich nicht zu beziffern. Schindels „Im Raum Speyer können nicht mehr alle Einsatzfahrzeuge mit Ehrenamtlichen besetzt werden. Die Kommunen müssen Hauptamtliche beschäftigen, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.“ Alleine die Lohnkosten für einen einzigen Hauptamtlichen bezifferte Schindel auf 50 000 Euro pro Jahr.

Für den Brandinspektor im Regionalverband, Tony Bender, gelten die Feuerwehrleute als „Helden des Alltags.“ Und Wehrführer Broy riet: „Tragt diese Auszeichnung mit Stolz, damit seid ihr Vorbild für andere.“ So, wie der legendäre heilige Florian, der als Schutzpatron der Feuerwehrleute gilt.