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Stadt Völklingen bittet nun Sportvereine zur Kasse

Stadt Völklingen bittet nun Sportvereine zur Kasse

Die Schuldenbremse in der Stadt Völklingen schlägt durch: Nun landen die Energierechnungen für Sportplätze und Clubheime bei den Fußballvereinen. Anderen Vereinen wurden bereits Erleichterungen gewährt.

Bis die Schuldenbremse griff, hatten es die Völklinger Vereine gut: Im Gegensatz zu anderen Städten und Gemeinden im Umland verlangte die Hüttenstadt von ihnen keinen Cent Beitrag zu den Energie- und Betriebskosten von ihnen genutzter städtischer Sportplätze , Hallen und sonstiger Anlagen. Dies hat sich mit Wirkung vom Jahresanfang geändert: Hallenbenutzungsgebühren wurden eingeführt. Und laut im vergangenen November vom Stadtrat beschlossenen Haushaltssanierungsplan sollen die Fußballclubs bis 2017 schrittweise die Energiekosten auf den Sportplätzen übernehmen. Die Gesamtsumme beläuft sich laut Stadtverwaltung auf rund 100 000 Euro jährlich, und als Einstieg ist in diesem Jahr eine Beteiligung von 40 Prozent vorgesehen. Entsprechende Rechnungen an die Vereine sind nach Informationen der Völklinger SPD bereits herausgegangen und haben offenbar Beschwerden ausgelöst.

Erik Kuhn, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, und Paul Hommes, Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes, wollen nun nach eigenen Angaben "die Fußballler an einen Tisch holen". In einem Arbeitskreis solle erörtert werden, wie eine Gleichbehandlung der Fußballer mit anderen Völklinger Vereinen umzusetzen sei. Dabei gehe es vor allem um den Jugendsport. Die Stadtverwaltung solle die Kosten und die Höhe der Rechnungen offenlegen, und Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU ) sei gefordert, endlich auch die versprochene energetische Sanierung der Clubräume einzuleiten.

Bei den Hallengebühren hatte der Stadtrat bereits vor Jahresbeginn nachkorrigiert. Die Benutzung durch Kinder und Jugendliche wurde komplett von der Zahlungspflicht ausgenommen. Damals hatten vor allem Kultur- und Karnevalsvereine geklagt. Nach einem Proteststurm vor allem der DLRG hatte der Stadtrat dann im vergangenen April auch die Benutzungsgebühr für Vereine im Völklinger Hallenbad deutlich gesenkt. Oberbürgermeister Klaus Lorig sagte damals, man könne auf einen bei der Schuldenbremse eingebauten finanziellen Puffer im Umfang von 240 000 Euro zurückgreifen. Dieser wurde laut Lorig bereits als "flexibler Rahmen" im Haushaltssanierungskonzept angelegt. < Weiterer Bericht folgt.