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Völklinger Innenstadt
Keine Chance mehr für Ratten

 Mitarbeiter des Grünamtes wollen verhindern, dass Ratten sich in Völklingens City zeigen.
Mitarbeiter des Grünamtes wollen verhindern, dass Ratten sich in Völklingens City zeigen. FOTO: dpa / Bernd von Jutrczenka
Völklingen. Völklingens Grünamt vertreibt Nager aus Pflanzstreifen in der Innenstadt. Von Doris Döpke

Am Platz Ars-sur-Moselle in der Innenstadt ist ein Kleinbagger zugange. Er leert die Pflanztröge, die die Fußgängerzone abgrenzen von den Parkplätzen hinter den so genannten Jugendstilhäusern an der Rathausstraße und vom Pfarrgarten. Räumt Sträucherwurzeln ab, schippt die Erde auf einen Lkw. Warum? „Wir machen die Ratten weg“, sagt ein Mitarbeiter des städtischen Fachdienstes Öffentliches Grün. Früher sah man dort tatsächlich öfter Nager flitzen. Und zwischen den Sträuchern, die noch stehen, erkennt man Löcher und Gänge – die Tiere hatten dort Nester gebaut.


Damit soll Schluss sein, sagt Stadtsprecher Uwe Grieger auf Nachfrage. Hauseigentümer hätten die Ortspolizeibehörde auf die Ratten aufmerksam gemacht. Daraufhin hätten sich Leute vom Ordnungs- und vom Grünamt die Lage mit einem professionellen Schädlingsbekämpfer angeschaut. Zunächst wurden Köderboxen ausgelegt. Jetzt räumen Grünamts-Mitarbeiter die städtischen Pflanzstreifen leer. Füllen dann Erde rein. Und bauen  auf halber Höhe der Tröge feinmaschige Drahtnetze ein, die Tieren den Weg versperren zwischen den – an die Kanalisation angebundenen – Drainagen und der Oberfläche. Die Sperre ist solide: Leisten, die an den Innenwänden der Betontröge verschraubt sind, halten die Netze. So können Ratten sich nicht am Gitter vorbeidrängen.

Später soll neu bepflanzt werden. Und zwar so, dass die Pflanzung unattraktiv ist für Ratten. Wie man das macht? Indem man dafür sorge, dass die Tiere sich im Grün nicht verstecken können, sagt Grieger. Ein Projekt wie „Essbare Stadt“, das zeitweise nebenan versucht wurde, bleibe möglich. Rattenbekämpfung sei eine Daueraufgabe der Stadt, fügt Grieger an. Im Auftrag des Ordnungsamtes behandele eine Schädlingsbekämpfungsfirma „regelmäßig und professionell“ das Kanalsystem und sei auch „oberirdisch“ tätig. Wichtig sei aber, dass die Bürger Ratten keine Nahrung bieten. Tierfutter gehört in geschlossene Behälter, auf Mülltonnen mit Lebensmittelabfällen muss fest der Deckel drauf, Gelbe Säcke dürfen erst kurz vor der Abholung an die Straße.



Wo Ratten auf privatem Gelände auftauchen, sind die Grundeigentümer zur Bekämpfung verpflichtet. Auf öffentlichem Grund kümmert sich das Ordnungsamt darum. Wer Ratten sieht, sollte sie dort melden.

Die Sachbearbeiterin im Rathaus hat Tel. (0 68 98) 13-23 45.