Stadt unterwegs zum neuen Bolzplatz

Stadt unterwegs zum neuen Bolzplatz

Die Bauarbeiten in Fürstenhausen laufen schon. Der Bebauungsplan muss aber nach dem Ja im Ortsrat noch weitere Hürden nehmen.

Mit zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen hat sich der Ortsrat Völklingen am Mittwochabend dafür ausgesprochen, den Bebauungsplan "Bolzplatz Fürstenhausen" als Satzung zu beschließen. Wenn der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt und der Stadtrat im Mai ebenfalls zustimmen, kann der Plan in Kraft treten. Mit ihm will die Stadt die rechtlichen Voraussetzungen für die Verlegung des Bolzplatzes an der Neuwaldstraße in Fürstenhausen schaffen.

Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) hatte sich in einer Vereinbarung mit einer Anwohnerfamilie verpflichtet, die alte Anlage direkt neben ihrem Haus bis Ende April zurückzubauen. Diese hatte sich gestört gefühlt und sich dann auch durchgesetzt, weil dieser Platz nicht im bisherigen Bebauungsplan festgehalten war. Lorig hatte anschließend heftige Vorwürfe auch aus der eigenen Partei geerntet. Der neue Platz wird nun auf einem städtischen Wiesengelände nahe des alten Standorts errichtet. "Der neue Standort befindet sich in zirka 70 Meter Entfernung zu den nächstgelegenen Wohngebäuden an der Straße Im Wäldchen und zirka 80 Meter zu den nächstgelegenen Wohngebäuden in der Straße Am Dünkelacker", heißt es in der Sitzungsvorlage der Verwaltung.

Inzwischen wurde der Vorentwurf des Bebauungsplans öffentlich ausgelegt. Bürger, Behörden und Träger öffentlicher Belange konnten ihre Stellungnahmen abgeben. Es gab keine Anregungen oder Bedenken, die eine Änderung erforderlich machen würden, erläuterte Matthias Zimmer von der Stadtplanung.

Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Da die so genannte frühzeitige Planreife festgestellt wurde, gab es grünes Licht für den Bauantrag. CDU-Fraktionschef Uwe Steffen berichtete von Anliegerbeschwerden wegen des aufgeschütteten Lärmschutzwalls. Die Bürger würden nun auf eine hohe Wand aus Lehm schauen. "Das dürfen wir so nicht lassen", forderte der stellvertretende Ortsvorsteher.

Ludwin Scherer von der Stadtplanung zeigte Verständnis für die Kritik, machte aber auch deutlich, dass es keine Alternative gebe. "Ohne diesen Wall geht es nicht", sagte der Fachdienstleiter. Nur so könnten die Auflagen des Lärmschutzgutachtens erfüllt werden. Der Wall sei aber noch nicht fertig und werde auch noch eingegrünt. Einen Schönheitspreis, räumte Scherer ein, werde man mit dem Platz nicht gewinnen. Es gehe darum, für die Kinder möglichst schnell Ersatz zu schaffen.

Die gute Nachricht: Eine Altersbeschränkung wird es auf dem neuen Bolzplatz nicht mehr geben. Das alte Spielfeld durfte offiziell nur von Kindern bis 14 Jahre genutzt werden. Etwa 30 000 bis 40 000 Euro werde die Baumaßnahme kosten, berichtete Scherer. Restmittel stünden noch zur Verfügung, der neue Haushalt werde nicht belastet. Der neue Bolzplatz sollte eigentlich, so Oberbürgermeister Lorig, schon im April zur Verfügung stehen.