Stadt plant neuen Wertstoffhof

Völklingen. Die Planungen zum Bau eines neuen Wertstoffhofes stellte Oberbürgermeister Klaus Lorig als Vorsteher des Entsorgungszweckverbandes Völklingen (EZV) am Montag der Verbandsversammlung vor. Ein solcher Bau, sagte Lorig, sei dringend nötig; denn die derzeitige Lösung in Geislautern sei wegen Enge und Überlastung auf Dauer nicht tragbar

Völklingen. Die Planungen zum Bau eines neuen Wertstoffhofes stellte Oberbürgermeister Klaus Lorig als Vorsteher des Entsorgungszweckverbandes Völklingen (EZV) am Montag der Verbandsversammlung vor. Ein solcher Bau, sagte Lorig, sei dringend nötig; denn die derzeitige Lösung in Geislautern sei wegen Enge und Überlastung auf Dauer nicht tragbar. Der neue Wertstoffhof soll auf dem ehemaligen Kokereigelände neben der geplanten Biogasanlage entstehen und für alle Saarländer zugänglich sein. Wegen der Lage, so Lorig, würden wohl vor allem Völklinger, Großrosseler und Bürger der Saarbrücker West-Stadtteile Klarenthal, Gersweiler und Altenkessel die Einrichtung nutzen. Ein Vorteil des Neubaus wäre nach Lorigs Worten auch, dass mit der Verlagerung an die Raffineriestraße einiges an Verkehr aus dem stark von Verkehrslärm belasteten Geislautern abgezogen würde. Jedoch gebe es in Saarbrücken noch Widerstände gegen das Projekt. Zwar sei die Saarbrücker Stadtverwaltung für den Neubau; bislang aber habe sich der Bezirksrat Saarbrücken-West aus verkehrspolitischen Gründen quergestellt. EZV-Geschäftsführer Klaus Fassbender und Architekt Willi Latz stellten die Planungen im Detail vor. Im Mittelpunkt steht eine sehr starke Trennung von Sperrmüll mit mindestens elf Containern; Privatanlieferer können sie über eine Rampe direkt anfahren. Präsentiert wurden zwei Varianten, eine Deluxe-Version und eine abgespeckte Ausführung. Zur aufwendigeren Lösung gehört ein Wertstoffgebäude aus recycelbarem Material mit einer Art Flohmarkt; dort sollen Möbel, Kleidung oder ausrangierte Computer nicht nur angeliefert werden, sondern auch neue Abnehmer finden. Dieser Bau fehlt in der Mager-Ausführung. Doch auch für diese sind ein Betriebsgebäude mit Verwaltung geplant und je zwei Spuren für die Ein- und Ausfahrt, wobei jeweils eine Spur mit einer Waage versehen ist. Die teure Version wird mit rund 2,3 Millionen Euro inklusive Grundstückskosten und technischer Ausrüstung zu Buche schlagen. Die kleinere Version wird 1,6 Millionen Euro kosten. Wegen der Modul-Bauweise kann man nach Lorigs Worten auch mit der billigeren Lösung beginnen und dann Zug um Zug erweitern. Zudem sei mit finanzieller Unterstützung durch den Entsorgungsverband Saar (EVS) zu rechnen.Die Wirtschaftspläne für den Bau des Wertstoffhofes werden in der nächsten EZV-Sitzung am 1. Dezember vorgestellt. Danach wird entschieden, wie das Projekt gestaltet wird. Mit dem Baubeginn, so Geschäftsführer Stefan Lang, sei dann in den ersten Monaten des nächsten Jahres zu rechnen, mit der Fertigstellung Ende 2010.

Auf einen BlickIn der Sitzung wurde auch der Jahresabschluss 2008 festgestellt. Der Jahresgewinn beträgt 138 000 Euro, 23 500 Euro mehr als eingeplant. Die Ursachen für diese Ergebnisverbesserung sind unter anderem höhere Erlöse bei den Abfallgebühren, höhere Erträge bei der gewerblichen Abfuhr der Blauen Tonne und Mehreinnahmen beim Wertstoffhof. hla

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