Stadion gegen Casino – Lorig spielt mit Ostermann

Stadion gegen Casino – Lorig spielt mit Ostermann

Der Ludwigspark in Saarbrücken soll umgebaut werden. Für diese Zeit braucht der 1. FC Saarbrücken einen Ausweich-Spielort. Dabei zieht der Club das Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion in Betracht.

Und damit ist auch unversehens Bewegung in die lange unterbrochene Diskussion um einen hartnäckigen Leerstand in der Völklinger Rathausstraße geraten.

Es geht um das frühere Saarstahl-Casino, das einer Gruppe rund um den Unternehmer Hartmut Ostermann gehört. Es liegt neben der früheren Röchling-Bank, die weiterhin Saarstahl gehört, und gilt mit ihr zusammen als Möglichkeit für einen Teil-Umzug des Neues Rathauses.

Ostermann ist auch Präsident des 1. FCS und hat kürzlich in dieser Eigenschaft bei Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU ) vorgefühlt. Lorig nutzte die Gelegenheit, um auch das Casino zur Sprache zu bringen. Dabei hat er nach eigenen Angaben Ostermann deutlich gemacht, "dass sich Pokern nicht lohnt". Das Casino liege in einem Sanierungsgebiet, und dort gälten festgesetzte Preise. Wenn sich der Stadtrat für eine Verlagerung der Verwaltung in die Rathausstraße entscheide, könne er, so Lorig, die Gespräche mit Ostermann weiterführen.

Der Oberbürgermeister zeigt sich derzeit zuversichtlich, dass Saarstahl ein früheres Verkaufsangebot an die Stadt aufrechterhält. Der Gebäudeteil der früheren Röchling-Bank sollte bereits Anfang 2014 für 280 000 Euro an die Stadt gehen, aber das entsprechende Verhandlungspaket fand im Stadtrat keine Mehrheit. Als Begründung hieß es damals, es bestehe kein Verwendungszweck für das Gebäude. Nun steht aber die Operation Rathaus an.

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