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Wehrdener Gemeinde ist stolz auf ihre Kirche
St. Josef feiert 120-jähriges Bestehen

Seit Ende 2009 ist St. Josef bei Nacht beleuchtet.
Seit Ende 2009 ist St. Josef bei Nacht beleuchtet. FOTO: BeckerBredel
Wehrden. Vor 120 Jahren wurde der Grundstein zur Kirche St. Josef in Wehrden gelegt. Die Gemeinde feiert dieses Jubiläum am kommenden Sonntag.

(red) Ob man als Autofahrer aus Richtung Saarbrücken oder Saarlouis, aus dem Rosseltal oder aus der Stadtmitte Wehrden anfährt oder passiert, hat man unwillkürlich als Wehrdener Dominante den Kirchturm von St. Josef im Blickfeld.


Am Sonntag, 18. März, feiert die katholische Kirchengemeinde in Wehrden Jubiläum: Vor 120 Jahren wurde der Grundstein für St. Josef gelegt. Gleichzeitig wird das Patronatsfest des Schutzheiligen gefeiert. Aus diesem Anlass findet um 10.30 Uhr ein Festhochamt mit den Kirchenchören Geislautern/Wehrden statt. Anschließend lädt das Gemeindeteam zu einem Empfang mit Imbiss und Mittagessen ins Pfarrheim ein. Gäste von auswärts werden gebeten, die Parkplätze an der Kulturhalle oder auf dem Marktplatz zu benutzen.

Seit 2011 gehörte St. Josef, das 1906 zur eigenständigen Pfarrei erhoben worden war, zur Pfarreiengemeinschaft Warndt, die insgesamt acht Gemeinden umfasste. Die Pfarrgemeinden der Pfarreiengemeinschaft Warndt fusionierten dann Anfang 2016 zur neuen Großpfarrei Heilig Kreuz im Warndt.



Dietmar Becker, Mitglied des Wehrdener Gemeindeteams, hat weitere Daten und Ereignisse für uns zusammengefasst:. Zum Bereich St. Josef gehören rund 1150 Katholiken. Neun Mitglieder sind im Gemeindetam aktiv. Sie sind verantwortlich für kirchliche Veranstaltungen, Lektorendienste, Betreuung der Messdiener, Kirchenschmuck und Kirchenpflege. Es gibt eine Kinder- und Jugendgruppe, und eine Altenbegegnung ist geplant.

Neben der markanten Außenbeleuchtung hat das Gotteshaus, vor der Jahrhundertwende im neugotischen Stil errichtet, weitere Besonderheiten aufzuweisen. Dazu zählt der Klappaltar aus Holz. Er zeigt  aufgeklappt vier Motive der Kindheit Jesu: Geburt, Opferung, Flucht und Wiederfindung. In der Fastenzeit sind die Seitenflügel umgeschlagen. Dann erkennt man zwei  Motive aus dem Leben Abrahams. Das Barock-Gehäuse der Orgel stammt aus dem Trierer Dom. Und  1979 entwarf Eduard Schreiner die stimmungsvolle Weihnachtskrippe.

Wie Becker berichtet, zeigt sich das Gotteshaus in gutem Zustand. Erst 2017 wurden das Dach restauriert und die Heizungssteuerung erneuert. 1998 bis 1999 wurden der Innenanstrich aufgefrischt und ein neuer Kreuzweg errichtet. 2009 ging im Rahmen des städtischen Masterplans Licht die Außenbeleuchtung in Betrieb. 1964 bis 1965 war der Altarraum nach neuen Anforderungen umgestaltet worden. Kommunionbank und Kanzel wurden entfernt. 1945 bis 1950 hatte nach dem Zweiten Weltkrieg eine Grundrenovierung angestanden. Die umfasste Deckengewölbe, Fenster, Orgel und Heizung. Ein Steingefäß, das bis Ende des Krieges als Vogeltränke im Pfarrgarten stand, wurde restauriert und als Taufstein genutzt.

In beiden Weltkriegen waren die Glocken zu Rüstungszwecken eingeschmolzen worden. Trotz aller Widrigkeiten sorgte die Gemeinde schnell für Ersatz. Vier neue Glocken läuteten erstmals zu Ostern 1954.