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Sozialarbeiter gehen an Jugendtreffpunkte

Sozialarbeiter gehen an Jugendtreffpunkte

Völklingen. Die Sozialpädagogin Jana Keller (23, Foto: SZ) ist seit Anfang Oktober auf den Straßen in Völklingen und speziell an gut einem Dutzend Jugendtreffpunkten unterwegs. Und sie findet: "Die Kontaktaufnahme ist recht einfach. Die junge Leute sind an einer Zusammenarbeit mit mir interessiert

Völklingen. Die Sozialpädagogin Jana Keller (23, Foto: SZ) ist seit Anfang Oktober auf den Straßen in Völklingen und speziell an gut einem Dutzend Jugendtreffpunkten unterwegs. Und sie findet: "Die Kontaktaufnahme ist recht einfach. Die junge Leute sind an einer Zusammenarbeit mit mir interessiert." Jana Keller arbeitet in Völklingen im Rahmen eines Dienstvertrages, den die Stadt mit den SOS-Jugendhilfen Saarbrücken abgeschlossen hat. Und dieser Vertrag ist am Mittwochabend mit einstimmigem Beschluss im zuständigen Stadtratsausschuss bis zum 31. Dezember 2013 verlängert worden. Bürgermeister Wolfgang Bintz (CDU) zu dem Projekt: "Wir schließen damit eine Lücke. Wir sprechen die jungen Leute, die von Jugendamt und Arge nicht erfasst werden, dort an, wo sie sich aufhalten." Brunhilde Folz, stellvertretende SPD-Fraktionschefin, mahnte allerdings eine regelmäßige Berichterstattung an. Das Projekt kostet die Stadt Völklingen rund 71 000 Euro pro Jahr.Jana Keller soll demnächst auch ein Auto mit Laptop und Telefon erhalten, das als mobiles Büro dient. Zudem wird die SOS-Jugendhilfe, sagt Leiter Wolfgang Edlinger, demnächst speziell für Völklingen einen männlichen Kollegen zur Unterstützung Jana Kellers anstellen. Edlinger machte im Ausschuss auf ein zunehmendes Problem mit den "U 25", volljährigen jungen Arbeitslosen, aufmerksam. Betroffene schlügen sich wegen Konflikten mit dem Elternhaus manchmal wochenlang bei Freunden, Bekannten oder auch einfach auf der Straße durch.Völklingens Polizeichef Axel Busch hat in einem SZ-Gespräch das Sozialarbeiter-Projekt als willkommene Ergänzung zu den regelmäßigen Kontrollen seiner Beamtinnen und Beamten an den Jugendtreffpunkten begrüßt. Dabei wurden allein im vergangenen Sommer über 500 Platzverweise ausgesprochen.