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Weltkulturerbe
Sonderführungen zur Inka-Ausstellung

Die Ausstellung „Inka – Gold. Macht. Gott.“ ist derzeit im Weltkulturerbe Völklinger Hütte zu sehen.
Die Ausstellung „Inka – Gold. Macht. Gott.“ ist derzeit im Weltkulturerbe Völklinger Hütte zu sehen. FOTO: Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Hans-Georg Merkel
Saarbrücken. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte erweitert sein Angebot für die Besucher im Advent.

Begleitend zur Ausstellung „Inka – Gold. Macht.Gott." bietet das Weltkulturerbe Völklinger Hütte jeden Sonn- und Feiertag um 11.30 Uhr eine öffentliche Führung an. Ausgenommen davon sind der 24., 25. und 31. Dezember, an diesen Tagen ist das Weltkulturerbe geschlossen. Am zweiten und dritten Adventssonntag, 10. und 17. Dezember, gibt es zusätzlich noch eine Führung zur Inka-Ausstellung um 15.30 Uhr und eine Führung zur Industriekultur um 12 Uhr. Die Erlebnisführung zum Hochofen startet wie an jedem Sonn- und Feiertag um 15 Uhr. Alle Führungen an den Adventssonntagen sind im normalen Eintritt in das Weltkulturerbe Völklinger Hütte enthalten.



Die Inka-Ausstellung ist nach einer Verlängerung wegen des großen Interesses nun noch bis zum 8. April 2018 zu sehen. Sie beleuchtet in einer ganz neuen Form und Zusammenstellung die Kultur der Inka, die eine Weltmacht ihrer Zeit (zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert) waren. Letztlich wurden sie von 182 spanischen Conquistadores besiegt, die Pferde, Kanonen und Krankheiten in das Land brachten. Der Mythos der Inka aber lebt bis heute – immerhin war ihr Einflussgebiet zeitweise fast eine Million Quadratkilometer groß, umfasste den Bereich des heutigen Ecuador bis nach Chile und Argentinien.  In den Jahren 2004/2005 hatte sich das Weltkulturerbe unter dem Titel „InkaGold“ schon einmal der südamerikanischen Hochkultur gewidmet.

Zu sehen sind in der neuen Schau nun unter anderem die berühmten Goldexponate der Moche, die meisterhaften Metallarbeiten der Chimú (beides Vorgängerkulturen der Inka), aber auch herausragende Textilien und Keramik. Ein wichtiges Thema ist auch die spanische Eroberung Südamerikas durch Francisco Pizarro. Insgesamt 220 Exponate illustrieren das Besondere der alten peruanischen Hochkulturen und ihr Aufeinandertreffen mit der europäischen Kultur des 16. Jahrhunderts. Der Kern-Bestand der Ausstellungsstücke  stammt aus dem Larco Museum Peru, das die größte Sammlung altperuanischer Kunst weltweit besitzt.

Dazu kommen Exponate aus bedeutenden europäischen Museen. Die Museen in Wien und Hildesheim beispielsweise sind für ihre Sammlungen zu diesem Themenbereich weltberühmt.Das Musée de l'Armée in Paris hat den Saarbrückern spanische Waffen und Pferderüstungen der spanischen Conquistadores geliehen.

Zu Weihnachten wird soll ein besonderes Angebot den möglichen Besuchern die Austellung besonders schmackhaft machen. Im Weihnachtspreis kosten zwei Inka-Eintrittskarten und der zugehörige Ausstellungskatalog 39 Euro. Im Vergleich: Normalerweise gibt es für diesen Paketpreis zum Katalog nur eine Eintrittskarte hinzu. Das Weihnachtspaket kann bis einschließlich Samstag, den 23. Dezember, an der Kasse des Weltkulturerbes  gekauft werden.

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist das erste Industriedenkmal aus der Blütezeit der Industrialisierung, das in die Welterbeliste der Unesco aufgenommen wurde. Es ist das einzige Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung, das vollständig erhalten ist. Nach der Stilllegung der Roheisenproduktion im Jahr 1986 wurde die Völklinger Hütte 1994 zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Ihre Anfänge reichen bis zum Jahr 1873 zurück, der erste Hochofen wurde 1883 angeblasen. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte zeigt international herausragende Ausstellungen und ist Ort für außergewöhnliche Konzerte und Festivals.

Im Vordergrund sind kaiserliche Grabbeigaben der Chimú-Kultur (1100-1470 n. Chr.) zu sehen
Im Vordergrund sind kaiserliche Grabbeigaben der Chimú-Kultur (1100-1470 n. Chr.) zu sehen FOTO: Hans-Georg Merkel / Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Hans-Georg Merkel