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Solidarität beginnt beim Einkaufen

Solidarität beginnt beim Einkaufen

Völklingen. "Ich würde mir wünschen, dass Völklingen wieder selbstbewusster wird", sagt Martina Koch im Gespräch mit unserer Zeitung. Das viele Grün und die zahlreichen schönen Ecken, die es etwa im Wildpark oder am Simschel zu entdecken gibt, gehören für sie zu den Stärken der Stadt. Und an den Schwächen, so Koch, werde zurzeit gearbeitet. Dabei hilft sie gerne mit

Völklingen. "Ich würde mir wünschen, dass Völklingen wieder selbstbewusster wird", sagt Martina Koch im Gespräch mit unserer Zeitung. Das viele Grün und die zahlreichen schönen Ecken, die es etwa im Wildpark oder am Simschel zu entdecken gibt, gehören für sie zu den Stärken der Stadt. Und an den Schwächen, so Koch, werde zurzeit gearbeitet. Dabei hilft sie gerne mit. Parfüms oder Drogerieartikel, die in den Völklinger Geschäften in den Regalen stehen, würde die 46-Jährige nie in einer anderen Stadt kaufen. Koch unterstützt nicht nur die Kaufleute, sie ist auch sozial engagiert. "Wenn es den Menschen um mich herum gut geht, geht's mir auch gut", stellt sie immer wieder fest. Die Völklingerin setzt sich beispielsweise im Lokalen Bündnis für Familie für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. Schwerpunkt ihrer ehrenamtlichen Arbeit ist momentan aber die Aktion Bob. Gemeinsam mit Polizei und Volkshochschule versucht sie, junge Autofahrer zu überzeugen, sich nicht alkoholisiert ans Steuer zu setzen. Im Rahmen des Projektes will Koch ein Präventionspaket mit Vortrag, Workshop und Ausstellung schnüren. Schüler könnten so über die Gefahren von Alkohol und Nikotin aufgeklärt werden. Nach fachmännischem Rat muss sie dabei nicht lange suchen, die Suchtexperten arbeiten mit ihr praktisch unter einem Dach. Koch gehört zum Team des Veranstaltungsmanagement der Völklinger SHG-Kliniken, gemeinsam mit ihren Kollegen betreut sie das neue Kongresszentrum. Neben den jungen Leuten liegen Martina Koch die Senioren am Herzen. Zurzeit beschäftigt sie die Frage, wie ältere Menschen in den eigenen vier Wänden sicher leben können - auch wenn sich die Familie nicht rund um die Uhr um sie kümmern kann. "Völklingen ist auf dem richtigen Weg", ist sich Koch sicher. Das bestätigen ihr auch immer wieder Besucher. Die engagierte Bürgerin freut sich, wenn die Gäste ihre Vorurteile revidieren - und sich etwa überrascht zeigen vom vielen Grün in der Umgebung. Zwei Jahre arbeitete die gelernte Versicherungskauffrau selbst außerhalb des Saarlandes. Als sich Koch für Nachwuchs entschied, stand fest, dass sie nach Völklingen zurückkehrt. Ihre Kinder sollten dort aufwachsen, wo die Familie verwurzelt ist. Seit 1989 lebt Koch wieder in ihrer Heimatstadt, heute wohnt sie in der Nähe des ehemaligen St. Michael-Krankenhauses. "Ich bin ein Völklinger Mädchen", sagt Martina Koch. Zurzeit kann sie sich nicht vorstellen, woanders zu leben.