So war der August 2018 in Völklingen und im Warndt

Rückschau auf den Völklinger August 2018 : Bau-Entscheidungen für die Zukunft

Weichenstellungen fürs Völklinger Weltkulturerbe, für eine große Luisenthaler Firma – und extreme Dürre: Das kennzeichnete den Spätsommer.

Wasser marsch! Bei der aktuellen Gluthitze kommen Hobbygärtner kaum noch nach mit dem Gießen. Und auch die Profis der Völklinger Stadtgärtnerei haben beim Kampf gegen die Trockenheit alle Hände voll zu tun. Zwischen 1000 und 2000 Liter fassen die vier Gießfahrzeuge der Gärtnerei. Bis zu 25 Kubikmeter Wasser werden an einem heißen Tag für das gesamte Stadtgebiet benötigt.

Gemeinsame Sache über Grenzen hinweg. Interkommunale Zusammenarbeit auf Kreis-Ebene: Der Regionalverband Saarbrücken und der Landkreis Saarlouis richten eine gemeinsame Wohngeldbehörde ein. Ihr Sitz ist in Völklingen, und zwar in einem der so genannten Jugendstilhäuser in der Rathausstraße.

Verspäteter Schlossumbau. Bautechnische Änderungen sind nötig bei der Sanierung des Jagdschlosses Karlsbrunn. Deshalb werden die Bauarbeiter wohl erst im Februar 2019 anrücken. Aber die Fördermittel stehen nach wie vor parat. Der Zweckverband rechnet mit Zuschüssen von insgesamt etwa 1,6 Millionen Euro von Bund und Land.

Rückzieher. Der umstrittene Plan für ein kurdisches Kulturzentrum in Völklingen (Ecke Püttlinger Straße/Schubertstraße) ist vom Tisch. Der Grundstückseigentümer will nun nur noch einen Friseursalon und ein Café in den Lagerräumen der ehemaligen Dachdeckerei einrichten. Ursprünglich sollte ein Extra-Bebauungsplan für das Zentrum erstellt werden.

Kunstausstellung. Die Stadt Völklingen zeigt im Alten Rathaus 29 Bilder ihres Hüttenmalers Eberhard Gnahs. Man plane eine Dauerausstellung im Neuen Rathaus, sagt Kultur-Fachdienstleiter Karl-Heinz Schäffner bei der Vernissage.

Gezwitscher. Der Vogelzuchtverein Warndt St. Nikolaus veranstaltet wieder seine Vogelausstellung in der örtlichen Turnhalle. Züchter aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Luxemburg und Lothringen präsentieren 269 Vögel, unter anderem Wellensittiche und Großsittiche aus tropischen Ländern.

Vermüllung. Die AG Saubere Stadt des Völklinger Sicherheitsbeirates klagt über die Situation am Alten Brühl. Die Gruppe meldet nicht nur Müll und Vandalismusschäden, sie macht auch Lösungsvorschläge. Nach ihren Plänen sollen die Autos nicht verbannt, die Parkbereiche aber klar strukturiert werden. Und der Rad- und Fußweg könnte sich in eine kleine Allee verwandeln.

Hühnerdieb. Ein Unbekannter schleicht auf das Grundstück eines Einfamilienhauses in der Hauptstraße in Lauterbach. Dort bricht er einen Stall auf und entwendete sechs Hennen und einen Hahn. Die Polizei fahndet nach dem Hühnerdieb.

Trauer um Künstlerin. Den Brunnen im Pfarrgarten hat sie geschaffen, die Turmfigur der Kirche St. Michael. Die Plastik „Weinende Mutter“ in der Klein’schen Anlage stammt aus ihrer Hand. Nun ist die Völklingerin Inge Andler-Laurenz 83-jährig gestorben.

Neuer Job für Wasserturm. Meinrad Grewenig, Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, setzt sich durch. Sein Vorschlag, den Wasserhochbehälter zum neuen Eingang für die Denkmal-Besucher zu machen, findet Zustimmung beim Weltkulturerbe-Aufsichtsrat – es ist der Schlusspunkt einer jahrelangen Diskussion.

Schwarzer Staub über der Stadt. In Völklingen bereitet schwarzer Staub den Bürgern Ungemach. Saarstahl gibt Entwarnung: Es sei kein Schadstoff in die Luft, auf die Böden und in Anwohner-Gärten gelangt, sondern ausschließlich reiner Kohlenstoff. Ursache: Im Stahl-Konverter landete versehentlich zu nasser Schrott.

Völklinger Feuerwehr in Top-Form. 168 Feuerwehrmänner- und Frauen sowie sechs Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zeigen ihr Können bei der Jahreshauptübung der Völklinger Feuerwehr, die diesmal im Stadtteil Luisenthal ausgerichtet wird. Auch das Drehleiterfahrzeug des Löschbezirks Stadtmitte ist im Einsatz.

Bürgermeisterkandidat. Markus Ernst (58), der Ortsvorsteher von St. Nikolaus, geht für die Sozialdemokraten ins Rennen um den Großrosseler Rathaus-Chefsessel. Das Votum des SPD-Gemeindeverbandes ist einstimmig. Der neuer Großrosseler Bürgermeister wird schon im Mai des kommenden Jahres gewählt.

Erweiterung. Die Baustoffhandlung Niederer, mit rund 100 Mitarbeitern am Stammsitz Luisenthal, darf ihr Firmengelände erweitern. Der Stadtrat beschließt den notwendigen Bebauungsplan. Die Erweiterung, so Geschäftsführer Michael Niederer, soll vor allem die Logistik verbessern. Denn die bisherige Hallenstruktur stamme noch von 1965.

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