„Sind erst auf halber Strecke“

Die bisherige Saisonbilanz stimmt Günter Erhardt, Trainer des Fußball-Oberligisten SV Röchling Völklingen, positiv. Aber er warnt vor den bevorstehenden Aufgaben – und vor dem nächsten Gegner FSV Salmrohr.

Mit einem Auswärtsspiel beim FSV Salmrohr startet der SV Röchling Völklingen an diesem Samstag, 14.30 Uhr, in die Rückrunde der Fußball-Oberliga. Seit die Salmtaler von Paul Linz trainiert werden, befinden sie sich auf einem Höhenflug. 20 Punkte haben sie aus den vergangenen neun Spielen geholt und am Wochenende den Regionalligisten Eintracht Trier aus dem Südwestpokal geworfen.

"Durch den Trainerwechsel ist dort ein anderer Zug drin. Salmrohr hat wieder Selbstvertrauen und ist stark. Das wird am Samstag eine schwere Aufgabe für uns", sagt Völklingens Trainer Günter Erhardt. Er kann möglicherweise nicht in Bestbesetzung spielen lassen: "Hinter dem Einsatz von Andelo Srzentic steht ein Fragezeichen, er war verletzt."

Völklingen hat die Vorrunde auf Platz sieben abgeschlossen, gehört zu den Mannschaften, die die meisten Tore geschossen und die wenigsten kassiert haben, ist zu Hause ungeschlagen und hat im Saarlandpokal das Viertelfinale erreicht. Ist Erhardt mit dieser Bilanz zufrieden? "Aktuell können wir mit dem Erreichten durchaus zufrieden sein. Wenn man bedenkt, wo wir vor genau einem Jahr gestanden haben, dann ist dies schon eine sensationelle Entwicklung der Mannschaft, mit durchaus überzeugenden Leistungen." Allerdings sei das nicht mehr als eine Momentaufnahme: "Wir sind erst auf halber Strecke, es liegt noch ein steiniger Weg vor uns. Wir tun gut daran, bis zur Winterpause bei drei noch ausstehenden Spielen alle Kräfte zu bündeln, um auch diese schweren Aufgaben zu bestehen."

Erhardt wünscht sich, dass sein Team konzentriert bleibt, denn in der Vorrunde hat es zu oft Führungen aus der Hand gegeben und sicher geglaubte Siege verschenkt. "Aber daran sieht man, dass wir noch nicht so weit sind, wie uns vielleicht manche sehen, und dass wir noch Fehler machen." Ein Saisonziel hatte Erhardt zu Beginn der Runde nicht genannt. Seine Mannschaft sei wieder wettbewerbsfähig und möchte eine ordentliche Saison spielen, sagte er im Sommer. Wird das Ziel jetzt konkreter? "Wir wollen in den ausstehenden Spielen bis zur Winterpause gegen Salmrohr, Neunkirchen und Elversberg noch den ein oder anderen Sieg holen. Dann haben wir die 30-Punkte-Marke geknackt und können nach der Winterpause schauen, so schnell wie möglich die 40er-Marke zu erreichen. Ein einstelliger Platz muss am Ende herausspringen", sagt der Trainer.

Obwohl Völklingen überhaupt nichts mit dem Abstiegskampf zu tun hat, wird Erhardt nicht müde zu warnen: "Man muss immer Neunkirchen als warnendes Beispiel vor Augen haben. Die waren im letzten Jahr nach der Vorrunde ein Aufstiegskandidat und sind dann abgestürzt. Wo lagen sie am Schluss? Hinter Völklingen ."