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Sieben Menschen lächeln für Völklingen

Völklingen. Unter dem Motto "Wir in Völklingen" wird die Stadt ab diesem Mittwoch, 20. Mai, eine landesweite Werbekampagne starten. Dabei sollen Menschen, die in Völklingen leben oder arbeiten, als Sympathieträger für die Stadt einstehen Von SZ-Redakteur Bernhard Geber

Völklingen. Unter dem Motto "Wir in Völklingen" wird die Stadt ab diesem Mittwoch, 20. Mai, eine landesweite Werbekampagne starten. Dabei sollen Menschen, die in Völklingen leben oder arbeiten, als Sympathieträger für die Stadt einstehen. Wie Stadt-Pressereferent Uwe Grieger erläutert, wurden sieben Personen ausgesucht, die "alle Generationen repräsentieren, in interessanten Projekten oder an stark frequentierten Plätzen tätig sind". Dazu gehört zum Beispiel Mageuye Koundoul, 43 Jahre alt, ein Völklinger afrikanischer Abstammung, Schwimmmeister im Hallen- und Freibad der Stadt. Und sechs weitere Sympathieträger, darunter auch einer französischer Nationalität. Das ist Hubert Dietrich , 49, aus Bliesbrück. Er arbeitet als Sommelier, also Weinkellner, im Parkhotel Albrecht. Industriemeister Rudi Neu, 39, vertritt mit Saarstahl einen wichtigen Teil von Völklingen. Ursula Schroer, Rentnerin aus der Innenstadt, ist begeisterte Teilnehmerin bei der Seniorenakademie der Völklinger Volkshochschule. Mit seinen 11 Jahren ist Niclas Michely aus Geislautern bereits Mitglied des Jungen Philharmonischen Kammerorchesters Warndt und an Instrumenten wie Geige, Saxofon und Klavier bewandert. Lisa Eschweiler, 10, aus Geislautern macht beim viel beachteten Projekt "Geigen gegen Pisa" mit. Und Isabelle Malburg, 23-jährige Betriebswirtin, macht nicht nur die Öffentlichkeitsarbeit für die Stadtwerke, sondern lächelt auch auf den Plakaten für Völklingen mit. An rund 60 Standorten im Saarland sollen Großplakate mit diesen sieben Sympathieträgern auftauchen - ganz gezielt auch in Nachbarstädten wie Saarbrücken oder Saarlouis. Begleitet wird die Aktion durch eine Postkarten-Kampagne, bei der mit über 30 000 Karten im Saarland für die Stadt und deren Kulturveranstaltungen geworben wird. Dabei werden die Großveranstaltungen vom Saarfest in Wehrden (12. bis 14. Juni) bis hin zum Völklinger Oktoberfest in Ludweiler ins Blickfeld gerückt.Die Kampagne "Wir in Völklingen" soll rund 20 000 Euro kosten - ähnlich wie im vergangenen Jahr, als ein Clown unterm Motto "Völklingissimo" warb. Erdacht und geplant wurden beide Aktionen vom Pressereferat im Rathaus. Und dort beruft man sich auch bereits auf zählbare Erfolge - wie die über 50 000 Besucher beim mittlerweile größten Volksfest in der Stadt, dem Saarfest mit seinen Drachenbootrennen.Die Nachbarstadt Saarlouis hat übrigens ebenfalls eine Image-Kampagne mit Gesichtern gestartet. Sie lässt derzeit 10 000 Menschen mit einer Krone auf dem Kopf fotografieren (siehe "Hintergrund").


HintergrundDie Nachbarstadt Saarlouis hat bereits eine Image-Kampagne ebenfalls mit Menschen gestartet. Sie ist aber ganz anders aufgezogen. 10 000 Menschen, die Saarlouis mögen und gern dazu stehen, will die Image-Kampagne "Saarlouis, c'est moi" in der Völklinger Nachbarstadt bis Jahresende fotografieren lassen. Manche davon werden von Plakaten lächeln, alle Fotos werden ausgestellt. In Runde eins ließen sich mehr als 1000 Menschen in einer Fotobox, aufgestellt in einem Kaufhaus, mit Krone auf dem Kopf fotografieren. Dann wählte eine Jury die ersten fünf "Gesichter der Stadt" aus. Dazu gehört auch ein türkisches Ehepaar. Am 1. Juni startet Saarlouis in die zweite Runde seiner Imagekampagne. er