Sicherheitsbeirat will lieber Radwege als Parkstreifen

Sicherheitsbeirat will lieber Radwege als Parkstreifen

Bürgermeister Wolfgang Bintz (CDU ) hat kürzlich mitgeteilt, in der Rathausstraße werde die "überdimensionierte" Busspur zwischen dem Tedi-Laden und dem Woolworth-Kaufhaus fürs Parken umgebaut.Aber Parken statt Busspur sei der falsche Weg: So hat sich gestern der Sicherheitsbeirat zur aktuellen Diskussion geäußert.Vorsitzender Werner Michaltzik und Hans Holderbaum, Leiter der Fahrrad-Projektgruppe, erklärten, das ordnungswidrige und behindernde Parken auf allen möglichen und unmöglichen Flächen nerve Anwohner, Fußgänger, Radfahrer, Flaneure und Einkaufswillige, leider nicht nur im Stadtkern, sondern fast überall: Pasteurstraße, Moselstraße, Saarstraße, die Liste lasse sich beliebig fortsetzen.Bei dieser Situation kämen die städtischen Kontrollkräfte einfach nicht nach.

Erfreulich sei, dass jetzt zumindest beim Personal noch mal nachgelegt werden solle, eine Forderung, die der Sicherheitsbeirat den Verantwortlichen seit Jahren vortrage.

Die neueste Idee, die wenigen Busspuren nun zum Parken freizugeben, finde dagegen überhaupt keine Zustimmung. Die Projektgruppe Fahrrad sehe hier lieber die Umwidmung zur sicheren Radspur auf dem Weg durch die Innenstadt. Zudem sei es völlig falsch, jetzt dem in Arbeit befindlichen Verkehrsentwicklungsplan vorzugreifen. Dieser Plan solle auch ein Parkkonzept für die Innenstadt beinhalten, und da gebe es rund um das innere Dreieck aus Post-, Bismarck- und Rathausstraße genügend Flächen zum Abstellen von Blechkarossen mit zumutbaren Fußwegen zu den Geschäften. Wem diese Flächen nicht ausreichten, der solle sich das Gelände entlang der Bahnstrecke ansehen, es aufwerten, ordnen und per Treppe oder Aufzug an die City anbinden.

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