| 20:19 Uhr

Saarderby in der Basketball-Oberliga
Die Ex-Spieler haben Grund zum Jubeln

Tobias Fitsch von der SG Baskets 98 Völklingen/BBC Bous (mit Ball) wird von Jimmy Lauter (links) und Hamza Alazy (Nummer 13) vom TBS Saarbrücken flankiert. Während Fitsch und Alazy ohne Punkte blieben, war Lauter mit 27 Zählern der beste Werfer im Saarderby in der Warndthalle in Ludweiler.
Tobias Fitsch von der SG Baskets 98 Völklingen/BBC Bous (mit Ball) wird von Jimmy Lauter (links) und Hamza Alazy (Nummer 13) vom TBS Saarbrücken flankiert. Während Fitsch und Alazy ohne Punkte blieben, war Lauter mit 27 Zählern der beste Werfer im Saarderby in der Warndthalle in Ludweiler. FOTO: Thomas Wieck
LUDWEILER. Die SG Baskets 98 Völklingen/BBC Bous hat das Saarderby in der Basketball-Oberliga zuhause gegen den TBS Saarbrücken mit 73:84 verloren. Auf Seiten der Gäste spielten gleich acht ehemalige Baskets-Akteure. Von David Benedyczuk

Für beide Mannschaften war das Saarderby der Basketball-Oberliga am Samstag eine wichtige Partie: Die SG Baskets 98 Völklingen/BBC Bous wollte nach dem zweiten Saisonsieg beim BBC Rockenhausen (86:84) den nächsten Erfolg nachlegen, um den Anschluss ans Tabellenmittelfeld herzustellen. Die Gäste vom TBS Saarbrücken waren in der Warndthalle in Ludweiler darauf aus, die knappen Niederlagen gegen die Topmannschaften TuS Herrensohr und MJC Trier auszuwetzen. Umso mehr noch, weil bei den Saarbrückern acht ehemalige Völklinger spielen: Spielertrainer Fred Addae, Edouard Diouf, Alexander und Edmond Gotzen, Jamaleddine Habba, Nael Hatahet, Hamza Alazy und Matthew Stoltz waren besonders motiviert. Sie durften sich letztlich über einen 84:73 (34:32)-Erfolg mit dem TBS Saarbrücken bei ihrem Ex-Verein freuen.


Einmal mehr nicht zu bremsen war Jimmy Lauter im Saarderby. Der Saarbrücker ist mit im Schnitt 24,5 Punkten der beste Werfer in dieser Oberliga-Saison. Er entschied am Samstag mit 27 Zählern das „Privatduell“ mit SG-Spielertrainer Gunter Gärtner, der auf 26 Punkte kam, knapp für sich. „Wir hatten Probleme beim Rebound. Zwischendrin ist bei uns der Ball auch einfach nicht gut gelaufen. Wir sind nicht so richtig in den Rhythmus reingekommen“, sagte Center Leon Knop, der mit elf Zählern zweitbester Werfer seiner Mannschaft hinter Gärtner war.

Komplett in seinem Rhythmus war Lauter. Er war in der entscheidenden Phase des Saarderbys im Schlussviertel zur Stelle. Mit einem seiner fünf Drei-Punkte-Würfe traf er zum 73:67. Das war knapp drei Minuten vor dem Ende ein empfindlicher Schlag für die Baskets 98, die sich herangepirscht hatten. 99 Sekunden vor Schluss beseitigte dann Spielertrainer Addae mit einem weiteren „Dreier“ zum 77:69  die letzten Zweifel am vierten Saisonsieg des TBS Saarbrücken in  acht Partien.



„Wir haben gut angefangen, dann habe ich es mit den Wechseln ein wenig übertrieben“, gab sich Addae selbstkritisch. Der TBS-Spielertrainer war mit 15 Punkten der zweitbeste Werfer der Gäste. Er ergänzte: „Nachdem ich die Rotation kleiner gehalten habe, haben wir besser unseren Rhythmus gefunden – das war am Ende entscheidend.“  Addae sah einen „wichtigen Sieg. Wir haben die letzten zwei Spiele unglücklich verloren, von daher war das sehr gut fürs Selbstvertrauen“.

Das Selbstvertrauen will der Tabellenfünfte TBS Saarbrücken ins Duell mit Spitzenreiter MJC Trier an diesem Samstag, 24. November, um 16 Uhr in der heimischen Mügelsberghalle mitnehmen. „Trier ist ungeschlagen. Deshalb sind wir super motiviert. Ich gehe davon aus, dass wir gewinnen“, sagte Addae mit breiter Brust.

Ein Sieg würde auch dem Tabellendrittletzten SG Baskets 98 Völklingen/BBC Bous angesichts der Bilanz von nur zwei Siegen und fünf Niederlagen gut tun. Ob es am Sonntag, 25. November, um 16 Uhr im Gastspiel beim Tabellenvierten ASC Theresianum Mainz II (5:2 Siege) etwas zu holen gibt, erscheint fraglich. Dennoch glaubt Baskets-Center Knop, dass die SG noch eine gute Saison spielen wird: „Da bin ich optimistisch, denn wir sind eine gute Mannschaft. Das zeigen wir zwar nicht immer, aber wir werden besser – und ich bin mir sicher, dass wir noch ein paar Siege holen werden.“