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Seit sieben Spielen ungeschlagen

Völklingen. Der SV Röchling Völklingen hat sein Ziel erreicht. Durch das 2:1 beim SV Gonsenheim hat der Oberligist nun 40 Punkte und kann sich am oberen Tabellendrittel orientieren. Morgen ist der kriselnde FCS II zu Gast. Fredy Dittgen

Mit einem 2:1 (1:1)-Auswärtssieg beim Tabellenfünften SV Gonsenheim hat der Fußball-Oberligist SV Röchling Völklingen am Sonntag die 40-Punkte-Marke erreicht und kann in den restlichen neun Spielen versuchen, ins obere Tabellendrittel vorzustoßen.

Völklingen hatte einen Auftakt nach Maß: Nach einem Eckball konnte die Gonsenheimer Abwehr zunächst zwar klären, doch der Ball kam zu Saki Noutsos - und der traf aus 17 Metern zum 1:0 ins lange Eck (5.). Danach hatten die Gastgeber vor 120 Zuschauern ein optisches Übergewicht, nennenswerte Torchancen erspielten sie sich jedoch nicht. Zumindest bis eine Minute vor der Pause, als die Völklinger Defensive einen Augenblick nicht aufmerksam genug war. Nach einer Ecke für Gonsenheim ließ Völklingen Babak Keyhanfar am langen Pfosten ziemlich frei stehen und zum 1:1 einköpfen.

Mit Beginn der zweiten Hälfte wechselte Völklingens Trainer Günter Erhardt Artur Schneider ein, mit dem die Offensive belebt wurde. "Wir waren jetzt nach vorne aktiver als in der ersten Hälfte. Ich muss aber zugeben, dass wir bei zwei, drei Angriffen der Gonsenheimer Glück hatten, dass hinten nichts passiert ist", sagte Erhardt. Für die Entscheidung sorgte nach einer Stunde erneut Noutsos. Gonsenheims Torwart Volkan Tekin wollte einen Torabschlag machen, übersah dabei jedoch Pascal Stelletta, der dazwischen spritzte und den Ball zu Noutsos querlegte. Noutsos hatte keine Mühe, die Vorlage zum 2:1 zu verwandeln.

"Danach haben wir das Spiel gut runter gespielt, die Sache im Griff gehabt, obwohl Gonsenheim ein sehr starker Gegner war. Die stehen nicht umsonst soweit oben und sind als sehr heimstark bekannt", sagte Erhardt. Besonders gefallen haben ihm bei seiner Mannschaft die Einstellung und die kämpferische Teamleistung. "So wünsche ich mir das. So muss es weitergehen, so können wir in dieser Saison noch einiges erreichen und aufgrund des Spielplanes am Ende sogar bei der Meisterschaftsentscheidung das Zünglein an der Waage sein", sagte der Trainer.

Mit dem Sieg ist Völklingen seit sieben Partien ungeschlagen und Erhardt fordert, dass diese Serie morgen um 18.30 Uhr mit einem Heimsieg gegen den 1. FC Saarbrücken II ausgebaut wird. Die U 23 des FCS schwebt als Tabellenvorletzter in höchster Abstiegsgefahr und könnte in Völklingen eventuell auf den ein oder anderen Spieler aus dem Regionalliga-Team zurückgreifen, um den Klassenverbleib zu schaffen. Dazu Erhardt: "Das ist mir egal, was Saarbrücken macht, wir schauen nur auf uns und wollen das Spiel auf jeden Fall gewinnen."

Der Tabellenachte Völklingen kann gegen den FCS in Bestbesetzung auflaufen. Die zuletzt fehlenden Stelletta, Schneider und Alex Otto haben ihre Verletzungen auskuriert und sind in Gonsenheim zu längeren Einsatzzeiten gekommen. Erhardt geht davon aus, dass sich keiner eine erneute Blessur zugezogen hat und am Mittwoch alle dabei sind.