Schwarze Tage im Warndt

Dies Ater“ (Schwarzer Tag) nannten die alten Römer einen Unglückstag. Einen solchen schwarzen Tag erlebten jetzt auch ein paar Warndtvereine.

Zum Beispiel Verbandsligist SV Karlsbrunn , der am Sonntag zu Hause 0:1 gegen den FC Riegelsberg verlor. "Riegelsberg hat nicht gespielt wie ein Aufstiegskandidat", meinte Karlsbrunns Pressesprecher Frank Armbrüster. Kann sein, aber Karlsbrunn spielt in diesem Jahr wie ein Abstiegskandidat und hat aus den letzten sieben Spielen nur einen Punkt geholt. Der von Bord gegangene Trainer Jo Brehmer wollte mit Karlsbrunn eigentlich oben anklopfen. Jetzt steht man auf einem Abstiegsplatz und klopft unten an.

Landesligist SV Ludweiler erlebt derzeit nur noch schwarze Tage. Am Sonntag kassierte er beim 1:4 zu Hause gegen Kleinblittersdorf die fünfte Niederlage hintereinander. Ludweiler ist ebenfalls auf einen Abstiegsplatz gerutscht und hat mittlerweile schon sieben Punkte Rückstand bis ans rettende Ufer. Wir sehen schwarz.

Einen schwarzen Tag erlebten auch der SV Emmersweiler und Torjäger Roni Ciftci. Emmersweiler wusste gar nicht mehr, wie das Wort Niederlage geschrieben wird. Die letzte Pleite datierte vom 21. September 2014. Danach stürmte der SVE mit 15 Siegen und einem Remis auf Platz eins der Bezirksliga Saarbrücken. Am Sonntag jedoch verlor er beim Elften SV Bübingen II mit 1:2. Schlimmer noch: Ciftci, mit 46 Toren derzeit der beste Torjäger im Land, sah wegen Schiedsrichterbeleidigung früh die Rote Karte und wird im Meisterschaftsendspurt fehlen. Da wir um Korrektheit bemüht sind, müssen wir uns aber korrigieren: Für Ciftci war es kein schwarzer Tag. Sondern ein roter.