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Schüler schnuppern in die Berufswelt

Schüler schnuppern in die Berufswelt

Polizisten sollten schon annehmbar Französisch sprechen, und der Sporttest ist nicht so schwer, wie manche befürchten: Dies zählt zu den Berufsinformationen, die Schüler in Ludweiler jetzt von Praktikern erhielten.

Ein schöner Service: Am Eingang der Ludweiler Graf-Ludwig-Gemeinschaftsschule empfangen Zehntklässler ihre Gäste. Die Schüler führen die Firmenvertreter in die Säle und helfen bei den Vorbereitungen. Insgesamt 18 Betriebe und Organisationen aus der Region stellen sich am Dienstag- und Mittwochmorgen vor und informieren über zahlreiche Ausbildungsberufe .

Viele spannende Jobs

Von Saarstahl über die Landwirtschaftskammer bis zum Paritätischen Wohlfahrtsverband reicht die Bandbreite der Einrichtungen, die an der vierten Auflage der Berufsmesse teilnehmen. Ob bei der Bundeswehr, im Kaufhaus oder beim Finanzministerium: Spannende Jobs warten in vielen Arbeitsbereichen. Die Schüler ab Klassenstufe acht haben die Qual der Wahl, sie müssen sich für vier Workshops entscheiden. Seminare ihrer Lehrer zu Vorstellungsgespräch oder Bewerbungsschreiben gehören ebenfalls zum aktuellen Angebot. "Wir wollen, dass die Schüler die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten der Betriebe kennen lernen", erklärt Lehrerin Nina Macek am Mittwochmorgen. Erste Kontakte können die jungen Leute beispielsweise zur Polizei knüpfen. In einem Workshop stellen Klaus Steinmann und Yannik Ewen ihren Beruf vor. Die Polizei , so ihre Botschaft, bietet einen sicheren Arbeitsplatz und ein überdurchschnittliches Einstiegsgehalt.

Die Schüler hören aufmerksam zu, machen sich Notizen, fragen nach. Wann wird man befördert? Gibt es eine Mindestgröße der Bewerber? Wie lange dauert das Studium? Kann man auch mit einer Vorstrafe Polizist werden? Die netten Beamten geben geduldig Auskunft. "Passt bitte in Französisch auf", rät Yannik Ewen. Polizisten , die die Sprache der Nachbarn sprechen, haben es leichter, wenn sie bei einer Verkehrskontrolle auf einen französischen Autofahrer treffen.

Am Ende der außergewöhnlichen Schulstunde bedanken sich die Jungs und Mädchen mit freundlichem Applaus. "Es war interessant", versichert Jacqueline Mortuaire. Nachdem die Schülerin erfahren hat, dass der Sporttest nicht so schwer ist wie befürchtet, kann sie sich vorstellen, später Polizistin zu werden. Die Berufsmesse gefällt der Zehntklässlerin. Am Vortag war sie schon bei der Victor's Unternehmensgruppe und bei ZF. Nach der Pause geht es abschließend noch zu Pieper.

Betriebe machen gerne mit

Andere Schüler informieren sich bei der Firma Jungbluth über Fördertechnik. Die Mitarbeiter des Riegelsberger Unternehmens berichten nicht nur über Ausbildungsberufe wie etwa den Land- und Baumaschinenmechatroniker. Sie haben auch einen Gabelstapler mitgebracht. Gerne lassen sich die Schüler in der Kabine erklären, wie die Maschine funktioniert.

Zu Beginn des zweiten Tages zieht Organisatorin Nina Macek eine positive Zwischenbilanz. "Alles wunderbar gelaufen!", freut sich die Lehrerin. Die Rückmeldungen der Schüler und der Organisationen seien positiv, alle Betriebe wollten wiederkommen.