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Schüler des Warndtgymnasiums machen beim Briefmarathon von amnesty mit

Warndtgymnasium in Völklingen : Schüler-Aktion für Menschenrechte

Warndt-Gymnasium unterstützt „Briefmarathon“ von amnesty international.

16 Jahre Gefängnis, weil sie es gewagt hat, friedlich gegen den Kopftuchzwang in Iran zu protestieren. Für die Freilassung von Yasaman Aryani setzen sich zurzeit viele Menschen ein. Sie nehmen am „Briefmarathon“ der Menschenrechtsorganisation amnesty international teil. Auch das Völklinger Warndtgymnasium macht mit. Zum Beispiel der Ethikkurs der Neuntklässler. Am Mittwoch war ein amnesty-Mitglied aus dem Raum Saarlouis zu Gast in der Schule, der viele vorgefertigte Briefe mitgebracht hatte, sagt Unesco-Koordinatorin und Lehrerin Christine Löffler. Das Gymnasium darf sich ganz offiziell Unesco-Projektschule nennen. Gemeinsam hätten sie drei Briefe für die Schüler ausgesucht.

Die Schülerinnen Dana Weinrank und Lara Faust haben die Briefe unterschrieben. Nachdem Dana im Unterricht den Fall der Iranerin vorgestellt hat, erzählt Lara von einer Philippinin, die sich nach einem verheerenden Wirbelsturm dafür einsetzt, dass die Regierung die Region wieder aufbaut. „Das Thema Menschrechte wird so viel greifbarer“, ergänzt Josephine Styrzbecher, eine Elftklässlerin, die sich auch für das Projekt „Schule gegen Rassismus“ am Warndtgymnasium engagiert und die Löffler mit in die Schulstunde brachte.

Bereits zum vierten Mal nimmt das Gymnasium am „Briefmarathon“ teil, berichtet die Lehrerin. Niemand werde gezwungen, zu unterschreiben. Zuvor müssten die Eltern ihr Einverständnis geben. Und einige hätten das nicht getan. Deshalb kann Löffler nicht genau sagen, wie viele Schüler aus den neunten Klassen mitgemacht haben. Löffler lobt die amnesty-Aktion. Die Schüler würden erkennen, wie gut sie es eigentlich haben und dass sie so schreckliche Dinge, die amnesty international beschreibt, nie erleben wollen. Passend findet sie auch das Motto „Mut braucht Schutz“. Denn diese Menschen setzten sich mutig für die Menschenrechte in ihren Ländern ein. Hat die Aktion auch Erfolg? Die Lehrerin sagt: Die Briefe führten unter anderem dazu, dass Inhaftierte besser behandelt werden, weil die Aufseher merken, dass sie „prominent“ seien.

Für Lara und Dana ist das Projekt übrigens noch nicht zu Ende. Sie werden für die Internetseite der Schule einen Artikel über den „Briefmarathon“ schreiben.