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Schon der Vater arbeitete in Völklingen

Schon der Vater arbeitete in Völklingen

Völklingen. Seit 1. August ist Jürgen Zapp neuer Kaplan der Völklinger Pfarreiengemeinschaft St. Eligius, St. Michael und St. Konrad. Vor wenigen Tagen zog der 37-jährige Geistliche ins Pfarrhaus St. Michael ein, einige Gottesdienste hat er bereits gehalten. "Ich bin sehr herzlich, offen und freundlich aufgenommen worden", berichtet Zapp von seinen ersten Erfahrungen

Völklingen. Seit 1. August ist Jürgen Zapp neuer Kaplan der Völklinger Pfarreiengemeinschaft St. Eligius, St. Michael und St. Konrad. Vor wenigen Tagen zog der 37-jährige Geistliche ins Pfarrhaus St. Michael ein, einige Gottesdienste hat er bereits gehalten. "Ich bin sehr herzlich, offen und freundlich aufgenommen worden", berichtet Zapp von seinen ersten Erfahrungen. Er lobt das pastorale Team, freut sich auf die Arbeit in den "drei sehr interessanten Gemeinden". Der Kaplan wird taufen, trauen und beerdigen, Grundschüler unterrichten und Messdiener betreuen. Nur in der Verwaltung muss er keine Verantwortung übernehmen. Seine neue Wirkungsstätte kennt der waschechte Saarländer, der im Wadgasser Ortsteil Friedrichweiler aufgewachsen ist, seit der Kindheit. Sein Vater arbeitete in der Hüttenstadt, die Familie ging in Völklingen zum Arzt und machte hier ihre Einkäufe. "Schon sehr früh hatte ich den Wunsch, Priester zu werden", erzählt Zapp. Nach der Schule absolvierte er aber zunächst eine Lehre zum Elektromechaniker, arbeitete im handwerklichen Bereich. Von 1995 bis 1997 machte er das Abitur nach, studierte anschließend Theologie und Philosophie in Trier, Innsbruck und Bochum. Während seiner Ausbildung lebte er ein Jahr in Florenz und arbeitete sechs Monate in einer Werkstatt für psychisch Behinderte. Im Jahr 2006 wurde er in Trier zum Priester geweiht. Zuletzt wirkte Zapp als Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Illingen, Hüttigweiler und Hirzweiler/Welschbach. Sein neues Domizil im Pfarrhaus teilt sich Zapp mit Pfarrverwalter Thomas Weber. Die beiden Geistlichen lernten sich Mitte der 1990er Jahre in der Fokolar-Bewegung, einer spirituellen geistlichen Gemeinschaft, kennen und schätzen. "Wir beten und essen gemeinsam, tauschen unsere Erfahrungen aus", berichtet Zapp vom Leben in der Wohngemeinschaft. Den Honig für den Frühstückstisch kann er übrigens selbst ernten: Im Garten des Pfarrhauses werden sich sicher auch die beiden Bienenvölker des Hobby-Imkers wohl fühlen. Am Samstag, 9. August, um 18 Uhr, wird Jürgen Zapp in St. Konrad als neuer Kaplan der Pfarreiengemeinschaft vorgestellt. "Schon sehr früh hatte ich den Wunsch, Prieser zu werden."Kaplan Jürgen Zapp