Schausteller klagen nach wie vor über hohe Kosten

Schausteller klagen nach wie vor über hohe Kosten

Die Schausteller bei der Völklinger Osterkirmes freuen sich zumindest über einen Teilerfolg besorgter Kommunalpolitiker. Aus einer Gebührensenkung für die Völklinger Osterkirmes, wie es bereits vom stellvertretenden Ortsvorsteher Uwe Steffen (CDU) verkündet worden war, ist zwar nichts geworden. Aber es steht in der neuen Marktordnung, dass ab der kommenden Herbstkirmes in Völklingen jeweils zur Herbstkirmes die Platzgebühr halbiert wird. Schließlich dauert diese ja auch nur rund halb so lange wie die Osterkirmes.

Unter den Schaustellern ist die Situation in der Mittelstadt nach wie vor Thema. Die Gebührenänderung zur Herbstkirmes gebe eigentlich zwar Grund zur Freude, dennoch bleiben einige skeptisch. "In Saarlouis hieß es auch, Platzgeld runter, dafür ging dann der Strompreis hoch", erinnert sich Reinhold Pistorius.

Arnold Roos geht die Kostensenkung noch nicht weit genug: "Am besten alle Gebühren weg." Die Schausteller hätten auch so schon viele Kosten, um attraktive Fahrgeschäfte vorzuhalten.

Ins Detail geht Jumper-Betreiber Marc Schultz. Alleine, um die technischen Prüfungen für sein Fahrgeschäft zu absolvieren, müsse er tausende Euros an TÜV-Gebühr berappen. Und obendrein noch allerhand Arbeitszeit investieren, wenn zum Beispiel eine Prüfung des Druckluftbehälters anstehe und er diesen ausbauen müsse. "Auch die regelmäßige Röntgenprüfung der Stahlträger und Schweißnähte bedeutet für uns allerhand Arbeit."

Mario Spoo hofft, dass es mit Völklingen mal wieder voran geht. Gute Stimmung ist auch gut für die Kirmes. Und Hoffnung schöpft der Luisenthaler Betreiber der Kinderschleife aus dem Abriss der Kaufhof-Ruine: "Ein erstes positives Zeichen für Völklingen."

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