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SC Halberg Brebach will wieder oben mitmischen

Fußball-Saarlandliga : Brebach will wieder oben mitmischen

Die vergangene Saison war für den Fußball-Saarlandligisten SC Halberg Brebach ein Traum. Die Mannschaft von Trainer Martin Peter gewann alle zwölf Partien nach der Winterpause.

Wäre die Fieberkurve des SC Halberg Brebach vergangene Saison der Aktienkurs eines Unternehmens gewesen, hätten sich die Aktionäre freudig die Hände gerieben: Denn die Formkurve des SC ging immer weiter nach oben. Von Platz 14 im Herbst 2018 kletterte die Halberg-Elf noch bis auf Rang drei. Nur wegen des verlorenen direkten Vergleichs gegenüber den punktgleichen SF Köllerbach wurde die Halberg-Elf nicht Vizemeister.

Der Grund, dass es für Brebach nach einem „Stotterstart“ soweit nach vorne ging: Nach dem Jahreswechsel fuhr Brebach zwölf Siege in Serie ein. So klopfte das Team von Trainer Martin Peter sogar noch einmal ganz oben an: Bis zum letzten Spieltag hatten die Schwarz-Weißen  die Chance, ein Entscheidungsspiel um die Meisterschaft zu erreichen. „Das wäre natürlich das I-Tüpfelchen gewesen, aber auch so war die Saison überragend“, erklärt Übungsleiter Peter.

Wenn es auch im Gesamtklassement nicht für ganz vorne reichte, so landete der SC zumindest in einigen Statistiken auf Rang eins: Mit 85 Toren erzielte die Halberg-Elf die meisten Treffer aller Saarlandligisten vor Meister SV Elversberg II (83). Mit 33 Gegentoren hatte der Club zudem die beste Defensive vor Elversberg II und dem Lokalrivalen SV Auersmacher, die beide je 36 Gegentore hinnehmen mussten. Auch in der Rückrundentabelle sowie in der Auswärtstabelle der Saarlandliga stand der SC am Saisonende ganz vorne.

Im Falle des Gewinns der Meisterschaft wäre der SC allerdings in der Saarlandliga geblieben. Auf eine Bewerbung für die Oberliga verzichtete der Club aus „infrastrukturellen Gründen“. Das betrifft unter anderem die Tribüne und die Sanitäranlagen (wir berichteten). Sollte Brebach seine Form aus der gerade zu Ende gegangenen Spielzeit in die neue Runde übertragen können, könnte das Thema Aufstieg aber bald wieder auf der Agenda stehen.

„Dann müssten wir uns Gedanken machen. Nur weil wir uns letzte Saison nicht beworben haben, ist das kein kategorisches Nein zur Oberliga“, sagt Peter. Zudem habe der Verein dann mehr Zeit, die Voraussetzungen für eine Oberliga-Zulassung zu erfüllen. Das war in der vergangenen Runde nicht der Fall, weil der Sprung in die vordere Tabellenregion lange nicht abzusehen war.

Probleme gibt es bei den zu erfüllenden Bedingungen für die Oberliga nach Angaben des Vereins beispielsweise neben den sanitären Anlagen beim Flutlicht oder Plätzen für Journalisten. Gefordert wird von Oberligisten auch, dass sie eine zweite Mannschaft haben. Die hatte Brebach in der vergangenen Saison nicht, nun soll eine gemeldet werden. Allerdings hält Peter beim Ziel für die neue Saison vor dem Trainingsstart am 19. Juli den Ball flach. „Unser Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz. Mein Wunsch wäre Platz fünf.“ Der Übungsleiter erklärt auch, warum er trotz der jüngsten Erfolgsserie seines Teams, das weitestgehend zusammenbleibt, nicht von mehr träumt. „Nächste Saison gibt es gleich neun Mannschaften, die um den Titel mitspielen können. Da werden Nuancen entscheiden.“

Im Gegensatz zu einigen Konkurrenten hat Brebach nicht personell „aufgerüstet“. Die bislang einzigen feststehenden Neuzugänge sind Torwart Florian Lergon aus der eigenen Jugend und Marcel Schorr. Er war zuletzt vereinslos, nachdem er im Winter seinen Vertrag beim Oberligisten FC Hertha Wiesbach aus persönlichen Gründen aufgelöst hatte. Dem stehen vier Abgänge gegenüber, von denen allerdings nur Jonas Wilhelmi Stammspieler war. Wilhelmi verlagert seinen Lebensmittelpunkt berufsbedingt nach Vietnam.

Trotz der überschaubaren Aktivitäten auf dem Transfermarkt startet Peter aber optimistisch in die Vorbereitung. „Wir sind gut aufgestellt, zumal mit Markus Fritz und Malcolm Asante wohl zwei Langzeitverletzte in den Kader zurückkehren.“ Fritz war mit einer Knieverletzung lange außer Gefecht. Asante zog sich eine Schultereckgelenksprengung zu.