Saarstahl öffnet Tore für den Nachwuchs

Tag der Ausbildung : Saarstahl öffnet Tore für den Nachwuchs

Beim „Tag der Ausbildung“ informieren sich viele junge Leute über die verschiedenen Lehrberufe in Völklingen.

Normalerweise müssen Saarstahl-Gäste am Torhaus in Völklingen einen Besucherschein ausfüllen. Am Samstag geht es ohne Anmeldung. Der freundliche Pförtner winkt durch und erklärt den Weg. Am Eingang des Völklinger Ausbildungszentrums erhalten die Schüler und ihre Eltern Getränke- und Essenbons. Wie wär‘s später mit einer von den Azubis gebackenen Waffel?

Am mittlerweile fünften „Tag der Ausbildung“ werden die Gäste mit offenen Armen empfangen. Viele Besucher nutzen die Gelegenheit, einmal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Richtungspfeile auf dem Boden helfen bei der Orientierung in dem großen Gebäude. „Lass uns mal weitergehen, sonst werden wir nicht fertig“, sagt ein Mann zu seiner Begleiterin. Auf den Fluren gibt es viel zu entdecken.

Insgesamt 13 Berufe können zurzeit bei Saarstahl erlernt werden, seit 2018 bildet das Unternehmen auch Werkfeuerwehrleute und Verfahrenstechnologen aus. Saarstahl beschäftigt aktuell rund 290 Lehrlinge. Nach erfolgreichem Abschluss werden die eigenen Auszubildenden in der Regel übernommen.

Die Besucher schauen den jungen Leuten über die Schulter, stellen Fragen oder versuchen es selbst. Fans von Computerspielen haben natürlich keine Berührungsängste mit dem virtuellen Schweißsimulator. Hier wie dort gilt: Wer seine Aufgaben erfolgreich meistert, erreicht das nächste Level.

Neben Hightech-Maschinen wird auch traditionelles Werkzeug präsentiert. Wer einen klassischen Metallberuf erlernt, kommt am Feilen nicht vorbei. Schneller und exakter als von Menschenhand werden die Werkstücke von der computergestützen Fräsmaschine bearbeitet, die Vanessa Schmidt (21) vorstellt. Die Auszubildende im vierten Lehrjahr fühlt sich wohl im Unternehmen und will nach der Prüfung bleiben. „Ich bin sehr gut aufgenommen worden, auch von den männlichen Azubis“, erzählt sie. Die Lehre sei spannend gewesen. Und in der stressigen Phase vor der Zwischenprüfung hätten sie die Ausbilder sehr gut unterstützt.

Die angehende Zerspanungsmechanikerin Schmidt zeigt Ann-Kathrin Müller (14) an der Fräsmaschine, wie sie die Koordinaten für ein Werkstück eingibt. Die Schülerin ist das erste Mal bei Saarstahl. Ihr Eindruck: „Cool und interessant.“ Ein paar Meter weiter beobachtet Oliver Braun (15) die maschinelle Fertigung eines Serienteils. Der Gymnasiast, der sich auch schon im technischen Labor umgeschaut hat, interessiert sich für ein Schülerpraktikum. Andere junge Besucher werden sich demnächst wohl um einen Ausbildungsplatz bei Saarstahl bemühen.

Und was ist die wichtigste Eigenschaft, die ein Bewerber für eine Saarstahl-Lehrstelle mitbringen sollte? „Motivation“, sagt Ausbilder Martin Koch. Das Interesse für den Beruf müsse da sein. „Alles andere können wir ihm beibringen.“

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