| 19:19 Uhr

Rüge für den Wiederholungstäter

Völklingens Mittelfeldspieler Idir Meridja ist wegen Meckerns schon wieder des Feldes verwiesen worden – zum vierten Mal, seit Günter Erhardt Trainer des SV Röchling ist. Foto: Ruppenthal
Völklingens Mittelfeldspieler Idir Meridja ist wegen Meckerns schon wieder des Feldes verwiesen worden – zum vierten Mal, seit Günter Erhardt Trainer des SV Röchling ist. Foto: Ruppenthal FOTO: Ruppenthal
Völklingen. An diesem Samstag spielt Völklingen gegen Pirmasens II – ohne Idir Meridja. Der sah beim Spiel in Hauenstein wegen Meckerns Gelb-Rot. „Dadurch verschaffen wir Hauenstein aus eigener Blödheit einen Vorteil“, schimpfte Trainer Günter Erhardt. David Benedyczuk

Es war eine Mischung aus Ärger und Zufriedenheit, die sich bei Trainer Günter Erhardt nach dem Spiel am Mittwoch einstellte. Da war zum einen die "läuferisch und taktisch sehr gute Leistung", mit der Fußball-Oberligist SV Röchling Völklingen beim letztjährigen Vizemeister SC Hauenstein ein 1:1 (0:0) erreichte. Die Freude darüber wurde aber getrübt durch jene Szene, die ein schweres Spiel fünf Minuten vor der Pause noch schwerer machte. Der bereits verwarnte Idir Meridja meldete sich in einer Art und Weise zu Wort, die Schiedsrichter Ehsan Amirian nicht gefiel. Völklingens Mittelfeldspieler wurde mit Gelb-Roter Karte des Feldes verwiesen.



"Dadurch verschaffen wir Hauenstein aus eigener Blödheit einen Vorteil. Bei den Temperaturen war das anschließend eine Herkulesaufgabe", ärgerte sich Erhardt über den Wiederholungstäter. Für Meridja war es der vierte Platzverweis seit Erhardts Amtsübernahme Anfang 2014 - obwohl der 33-Jährige zwischendurch eine Saison für den FC Saargemünd spielte. "Wir haben es ihm oft genug gesagt. Das darf nicht in dieser Häufigkeit passieren", schimpfte Erhardt. Vielleicht stellt sich ein Lerneffekt ein: Seit dieser Saison bringt eine Gelb-Rote Karte ein Spiel Sperre mit sich. Meridja wird im Heimspiel gegen den FK Pirmasens II an diesem Samstag (15 Uhr) fehlen.

In den 50 Minuten, die Völklingen in Unterzahl auskommen musste, kam Röchling erstaunlich gut zurecht. Mit einer konzentrierten Leistung hielten die Völklinger die Hauensteiner in Schach - und nutzten eine Viertelstunde vor Schluss die Chance zur überraschenden Führung. Der eingewechselte Artur Schneider setzte sich über rechts durch, passte in den Rückraum, wo Nico Zimmermann den Ball aus vollem Lauf nahm und rechts unten im Tor versenkte (74. Minute). "Für Artur war es der erste Einsatz nach seiner Verletzung. Er hat enorm für Belebung gesorgt und das Tor überragend vorbereitet", lobte Erhardt.

Dass es trotzdem nicht zum Sieg reichte, lag an der Völklinger Passivität in der 87. Minute. Da wurde Hauensteins Daisuke Ando vor dem Strafraum nicht richtig attackiert - er traf zum 1:1-Endstand. Erhardt sagte: "Wir können mit dem Punkt leben." Umso mehr noch, wenn im Heimspiel gegen Pirmasens II ein Sieg folgt. Erhardt erwartet "eine schwere Aufgabe gegen eine Mannschaft, die uns in der vergangenen Saison das Leben schwer gemacht hat". Damals hatte es auswärts ein 0:0 gegeben. Zuhause verlor Röchling mit 0:3. Das soll diesmal anders aussehen - und der starke Saisonstart als unbesiegter Tabellenfünfter mit acht Punkten aus vier Spielen schürt die Hoffnung, dass das gelingt.