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Schulleiter lobt „guten Jahrgang“
Rückblick auf unvergessliche Momente

Das gemeinsame Erinnerungsfoto zum Abschied vom Völklinger Marie-Luise-Kaschnuitz-Gymnasium.
Das gemeinsame Erinnerungsfoto zum Abschied vom Völklinger Marie-Luise-Kaschnuitz-Gymnasium. FOTO: BeckerBredel
Völklingen/Köllertal. 70 junge Leute haben am Kaschnitz-Gymnasium das Abitur geschafft bei einer Durchschnittsnote von 2,45. Glückwünsche vom Schulleiter! Von Thomas Annen

In der Abizeitung verraten die scheidenden Schüler des Völklinger Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasiums (MLK), das auch von vielen jungen Leuten aus dem Köllertal und insbesondere aus Püttlingen besucht wird, den „unvergesslichsten Moment in der Schullaufbahn“. Ihre Beiträge zeigen: Die Fahrten nach Barcelona und Rom gehörten zu den Höhepunkten. Aber auch die Cafeteria-Gespräche in den Freistunden, die Völkerballschlachten in Sport, der Karaokeabend in der Skifreizeit oder der Schüler, der während des Unterrichts Schnupftabak auspackte, sind im Gedächtnis geblieben.


An ihre Abschlussfeier werden sich die jungen Leute sicher auch noch lange erinnern. Für ihren großen Tag haben sie sich in Schale geworfen. Die Frisuren der Damen und die Fliegen der Herren sitzen perfekt. Während des Einzugs in die Aula erheben sich die Besucher am Freitagnachmittag von den Sitzen, Applaus brandet auf.

Schulleiter Dirk Kleemann präsentiert die Zahlen. 46 Abiturientinnen und 24 Abiturienten erreichten eine Durchschnittsnote von 2,45. Gratulation! Kleemann spricht von einem guten Jahrgang und kommunikativen Schülern. Für den weiteren Lebensweg wünscht er seinen Schützlingen Gelassenheit, Zuversicht, Offenheit und Neugierde.



Die musikalische Umrahmung der Feierstunde zeigt: Einige Abiturienten haben den Rhythmus im Blut. Und auf den Mund gefallen sind die jungen Leute am Kaschnitz-Gymnasium auch nicht.

In ihrer Rede lassen Lilli Newedel und Vivien Backes die Schulzeit humorvoll Revue passieren. Man lebte sich schnell ein, fand neue Freunde. Es wurde geweint, gelacht und gemeinsam blau gemacht. Und war mal jemand im Unterricht eingeschlafen, so wurde er von den Kollegen geweckt. Die Abiturientinnen danken den Lehrern und würdigen die Eltern, die „wundervolle Kinder in die Welt gesetzt haben“. Sie habe nun alles, was sie brauche, sagt eine Rednerin: Abitur, Führerschein und Internet-Flat. Lehrerin Heike Schröter blickt in Form eines Wetterberichts zurück. Sie erinnert an strahlenden Sonnenschein, stürmische Phasen und reinigende Gewitter. Die Pädagogin lobt die netten und freundlichen Schüler, die sich auch außerhalb des Unterrichts engagiert haben. Sie spielten in Musicals mit oder standen jüngeren Kollegen als Sprachpaten zur Seite.

In allen Beiträgen schwingt viel Respekt mit. Man kennt und schätzt sich. Und viele mögen sich. Es gibt herzliche Umarmungen. Komplimente, Präsente und Küsschen werden verteilt. Der offizielle Teil der Feier endet vor der Aula. Nach der Übergabe der Zeugnisse lassen die Abiturienten gemeinsam los: Zügig verabschieden sich ihre Luftballons in den Himmel. Die jungen Leute werden nun ebenfalls in alle Richtungen ausschwärmen. Sie studieren, machen ein Freiwilliges Soziales Jahr, bereisen die Welt.

Das MLK wird sie immer mit offenen Armen empfangen. „Ihr seid auch weiterhin herzlich willkommen!“, verkündete Schulleiter Kleemann schon zu Beginn der Feier.