Rückblick auf den April 2018 in Völklingen und im Warndt

Rückschau auf den Monat April : Bürger ärgern sich über das Bürgerbüro

Völklingens städtische Wohnungs­baugesellschaft feiert einen Erfolg. Und Großrosseln kauft Flächen vom Berg­bauunternehmen RAG.

Artenschutz praktisch. Am Völklinger Wildpark treffen sich jeden Tag Naturfreunde. Sie tragen Frösche, Kröten und Molche über die Straße, damit die bei ihrer Wanderung nicht überfahren werden. Unter der Regie der NABU-Ortsgruppe Köllertal sind rund 20 Tierfreunde an mehreren Orten als Kröten-Taxi unterwegs. Über 2200 Amphibien wurden von ihnen in den letzten Wochen bereits eingesammelt.

Gute Wohnungen für Leute mit wenig Geld. Mit Förderung aus dem Flüchtlings-Wohnungsprogramm des Landes hat die städtische Wohnungs-Gesellschaft GSW einen Häuserblock in der Luisenthaler Straße In der Acht saniert. Knapp 50 Quadratmeter Wohnfläche gibt es für deutlich unter 300 Euro Monatsmiete. Entsprechend groß ist die Nachfrage. „Die Wohnungen sind schon lange vermietet“, berichtet GSW-Geschäftsführer Markus Arend.

Eismacher-Paar sagt Arrivederci. Giuseppe Pra Mio und Vanda Costantin geben das Traditionseiscafé Tiziani in der Völklinger Poststraße nach fast vier Jahrzehnten aus Gesundheitsgründen auf.

Kampf gegen Windmühlen. Der Zorn wächst im Grenzgebiet von Völklingen, Püttlingen und Bous: Zur Vorbereitung des geplanten Windparks werde sehr rücksichtslos gearbeitet, klagen Anwohner. Sie sorgen sich zudem, dass der Bau – illegal – vorzeitig beginnen könnte. Er darf erst starten, „wenn eine positive Stellungnahme des zuständigen Welterbezentrums der Unesco“ vorliegt – so steht es im Genehmigungsbescheid. Die Unesco prüft, welche Folgen die geplanten Windräder haben für den „Wirkraum“ des Weltkulturerbes Völklinger Hütte.

Erfreute Anwohner. Der symbolische erste Spatenstich für die Verbindungsstraße zwischen der Straße Am Holzplatz und der Raffineriestraße wird vollzogen. Die Bauzeit wird wohl rund vier Monate betragen. Die neue Verbindung soll Hausenstraße und Saarbrücker Straße stark vom Verkehr entlasten. Voraussichtliche Kosten: 635 000 Euro.

Lange Wartezeiten und Annahmestopp. Nach heftigen Beschwerden über das Völklinger Bürgerbüro kündigt Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) eine Aufstockung um drei Mitarbeiter und bessere Information der Öffentlichkeit an. Lorig denkt auch an eine Art Wasserstandsanzeige im Internet, mit der man erfährt, wie es im Moment um Andrang und eigene Chancen steht.

Kandidatenkür.  Im Mai 2019 wird in der Gemeinde Großrosseln ein neuer Bürgermeister gewählt. Der erste Bewerber für den Rathaus-Chefsessel steht nun fest: Dominik Jochum (33) geht für die Christdemokraten ins Rennen. Das beschließt der CDU-Gemeindeverband Großrosseln. Jochum arbeitet in der Völklinger Saarschmiede und ist politisch ein unbeschriebenes Blatt.

Fliegende Kamera. Eine Fotodrohne hilft der Freiwilligen Feuerwehr Völklingen bei ihren Einsätzen. Der elektronische Quadrokopter liefert wichtige Einblicke, etwa bei der Untersuchung eingestürzter Häuser.

Papierlose Stadtratssitzungen. Ihre Sitzungsvorlagen lesen Völklingens Stadtverordnete künftig am Computer. Jedes Ratsmitglieder erhält von der Stadt einen Tablet-Rechner. Er darf nur für die Ratsarbeit genutzt werden. Und die Daten sind mit einem sicheren Passwort vor unbefugten Zugriffen zu schützen.

Raum für Naturerholung und Gewerbe. Großrosseln und die RAG schnüren ein „Kommunalpaket“: Die Gemeinde kauft dem Bergbau-Unternehmen 54 Hektar Grundbesitz ab. Darin stecken große grüne Areale, die auch grün bleiben sollen – Ziele für Wanderer, Spaziergänger, Radler, Naturbeobachter. Die umfangreichste grüne Einzelfläche ist das Gebiet um den einstigen Schacht St. Charles zwischen Großrosseln und Dorf im Warndt, mit zwei Schlammweihern auf dem Halden-Plateau.

Wachablösung. Beim Turnverein Völklingen geht eine Ära zu Ende. Der langjährige Präsident Hans Netzer (82) stellte sich aus Altersgründen nicht zur Wiederwahl. Karsten Kreis (53) wird einstimmig zum neuen Turnerchef gewählt. Der Verein hat 1520 Mitglieder und 25 Sparten.