Rosselgeld fließt jetzt in Entwicklungshilfe für den Warndt

Rosselgeld fließt jetzt in Entwicklungshilfe für den Warndt

Der neue Zweckverband Regionalentwicklung Warndt erhält eine kräftige Starthilfe. Die Regionalversammlung beschloss am Donnerstag einstimmig, diesem Verband den beim ehemaligen Stadtverband geparkten Anteil an den so genannten Rosselgeldern zu übertragen.

Dabei handelt es sich um einen Betrag von inzwischen 385 223 Euro. Diese Summe soll der Zweckverband, an dem Großrosseln , Völklingen und der Regionalverband beteiligt sind, für Projekte im Rosseltal verwenden.

Die Rosselgelder waren zwischen Oktober 1993 und Mai 1994 an den Stadtverband geflossen. Französische Unternehmen mit Sitz in Carling überwiesen damals fünf Millionen Franc im Rahmen eines Vergleiches bei der so genannten Rosselklage, die wegen Umweltverschmutzung angestrengt worden war. Die Summe, rund 1,5 Millionen Mark, wurde gedrittelt. Sie wurde zwischen der Stadt Völklingen und der Gemeinde Großrosseln (als Flussanrainern) sowie dem Stadtverband aufgeteilt. Völklingen und Großrosseln benutzten ihre Anteile dazu, um Löcher in ihrem Haushalt zu stopfen. Das Stadtverbandsdrittel, zur Förderung von Maßnahmen dieser Kommunen im Umweltbereich bestimmt, blieb bis heute stehen.

Der neue Zweckverband hat sich insbesondere die Erhaltung des Jagdschlosses Karlsbrunn auf die Fahne geschrieben. Auch das Rosselgeld wird aber nur für die dringendsten Maßnahmen reichen. Die Kosten einer Komplettsanierung werden auf rund eine Million Euro geschätzt.

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