Röchling Völklingen richtet Masters-Turnier aus und peilt Regionalliga an

Fußball-Oberliga : Das Abenteuer Regionalliga ist verlockend

Völklingen veranstaltet ab heute sein Masters-Qualifikationsturnier. Danach beginnt beim Fußball-Oberligisten die Planung für die neue Saison. Die läuft zweigleisig. Röchling kann sich die direkte Rückkehr in die vierte Liga vorstellen.

Der SV Röchling Völklingen kann es in dieser Hallenrunde gemütlich angehen lassen. Als Titelverteidiger ist der Oberligist für das Masters-Endturnier am Sonntag, 3. Februar, in der Saarbrücker Saarlandhalle gesetzt. Dennoch will Röchling bei seinem an diesem Freitag, 11. Januar, in der Hermann-Neuberger-Halle beginnenden Qualifikations-Turnier für das Volksbanken-Hallenmasters des Saarländischen Fußball-Verbandes Gas geben. „Da werden wir natürlich eine starke Mannschaft ins Rennen schicken“, kündigt Geschäftsführer Wolfgang Brenner an. Ziel des Clubs: den Titelverteidiger und Ligakonkurrent FV Diefflen stürzen und das eigene Turnier gewinnen.

Der Ruhland-Kallenborn-Cup findet wieder an seinem ursprünglichen Termin im Januar statt. Im vergangenen Winter hatte Röchling Völklingen sein Masters-Turnier auf die Zeit vor Weihnachten verlegt. „Das war ein Experiment, das sich nicht bewährt hat“, gibt Brenner zu. Vor allem die Zuschauerzahlen hätten im Dezember 2017 zu wünschen übrig gelassen. Für das Masters-Turnier 2019 konnten die Völklinger 34 Mannschaften gewinnen, die um 60 Wertungspunkte kämpfen werden. Gekickt wird in der Hermann-Neuberger-Halle in Völklingen mit Rundum-Bande.

Nach dem Hallenturnier, das viel Arbeit erfordert, will der Verein mit der Planung für die kommende Spielzeit beginnen. Die Völklinger planen zweigleisig. Denn als Tabellenzweiter der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar spielt Regionalliga-Absteiger Röchling Völklingen um den direkten Wiederaufstieg mit. Als Zweiter würde die Mannschaft von Trainer Günter Erhardt am Saisonende an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga teilnehmen. Aber auch die Meisterschaft und der damit verbundene direkte Aufstieg sind bei vier Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Rot-Weiß Koblenz in Reichweite.

Aber würde Röchling Völklingen das teure „Abenteuer Regionalliga“ überhaupt wieder angehen? Brenner macht dies von wirtschaftlichen Faktoren abhängig. „Wenn unsere Sponsoren mit dabei sind, dann würden wir wieder hoch gehen“, sagt der Geschäftsführer: „Sollte allerdings ein Großsponsor abspringen, dann würden wir es nicht machen.“ Bis Mitte April hat sein Verien Zeit, um sich gegenüber dem Verband zu äußern, ob er im Falle einer sportlichen Qualifikation in die Regionalliga aufsteigen möchte. Bis dahin sollen alle Gespräche mit den Geldgebern abgeschlossen sein, berichtet Brenner.

Wie groß der Etat für die Regionalliga sein müsste, erklärt Brenner an einem Beispiel. „Der Bahlinger SC, der letzte Saison aufgestiegen ist, gibt einen Etat von 700 000 Euro an. Wir hatten in unserer Regionalliga-Saison 2017/2018 nicht mal die Hälfte davon. Aber wenn wir bei einem erneuten Aufstieg mit einem ähnlichen Betrag wie damals arbeiten könnten, würde ein Aufstieg Sinn machen, ansonsten nicht.“

Beim Oberliga-Zweiten gab es in der Winterpause übrigens eine personelle Veränderung. Der Vertrag mit dem erst im Laufe der Saison verpflichteten Hamza Mourchid wurde zum 31. Dezember wieder aufgelöst. Der Mittelfeldspieler kam auf acht Einsätze. Er erzielte dabei zwei Tore. Wo Mourchid künftig spielen wird, steht noch nicht fest.

Der ehemalige Röchling-Akteur Zachary Marvin Hadji, der bei den Völklingern nach der vergangenen Spielzeit keinen Vertrag mehr erhalten hatte und der seitdem vereinslos war, hat einen neuen Verein gefunden. Der Franzose schloss sich in der Winterpause dem von Jeff Strasser trainierten luxemburgischen Erstligisten CS Fola Esch an. Die Mannschaft ist in der „BGL-League“ Tabellenzweiter mit einem Punkt Vorsprung vor F 91 Dudelange und zwei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Jeunesse Esch.

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