Röchling gehen die Spieler aus

Röchling Völklingen ist personell nicht auf Rosen gebettet. Mit Idir Meridja fällt ein weiterer Leistungsträger aus. Dennoch hofft der Fußball-Oberligist, dass seine Serie im Heimspiel an diesem Samstag gegen Arminia Ludwigshafen hält.

"Ich weiß noch nicht, wie ich das bewerkstelligen werde", sagt Günter Erhardt. Dem Trainer des Fußball-Oberligisten SV Röchling Völklingen sind mehr und mehr die Hände gebunden. Im Heimspiel an diesem Samstag um 15.30 Uhr gegen die abstiegsbedrohte Arminia aus Ludwigshafen muss er auf einen weiteren Führungsspieler verzichten. Idir Meridja zog sich im Training einen Faserriss im Oberschenkel zu. Er wird bei dem Vorhaben, einen vorentscheidenden Schritt Richtung Klassenverbleib zu machen, nicht mithelfen können. "Idir ist ein ganz wichtiger Spieler im Zentrum. Und so viele defensive Spieler haben wir nicht", sagt Erhardt.

Wahrscheinlich wird im Heimspiel gegen Ludwigshafen - das Hinspiel verlor Völklingen mit 1:3 - Winterneuzugang Ezekiel Obichi, der vom SVN Zweibrücken kam, den Part vor der Abwehr übernehmen. In der Innenverteidigung könnte Sammer Mozain neben Rouven Weber auflaufen. Aufgrund der hohen Ausfallrate hat Erhardt kaum Handlungsspielraum. Zu den Langzeitverletzten Christian Frank, Athanasios Noutsos, Arthur Schneider und Murat Adigüzel gesellt sich neben Meridja, der wohl zwei Wochen pausieren muss, noch Georgios Anastasopoulos. Der Offensivakteur zog sich eine Knieverletzung zu und fällt wohl länger aus.

2016 unbesiegt

"Die aktuelle Situation gefällt mir überhaupt nicht, weil wir noch sehr viele Spiele haben", sagt Erhardt. Umso bemerkenswerter ist es, dass seine Mannschaft 2016 unbesiegt ist. In sechs Partien gab es zwei Siege und vier Unentschieden, verbunden mit dem Sprung auf Tabellenplatz sechs nach 24 Saisonspielen. Am vergangenen Samstag trotzte Röchling dem Spitzenreiter TuS Koblenz ein 1:1 ab. "Ich bin natürlich froh, dass wir so viele Punkte geholt haben. In Koblenz haben wir alles rausgehauen. Das müssen wir auch gegen Ludwigshafen tun, für das es gegen den Abstieg geht", weiß Erhardt. Trotz der vielen Ausfälle ist seine Devise gegen die Arminia, die als Tabellen-zwölfter acht Zähler hinter Völklingen liegt, klar: "Egal, mit welcher Aufstellung wir spielen: Wir wollen versuchen, uns mit einem Sieg noch weiter von unten abzusetzen."

Ein Lichtblick könnte sich mit Blick auf die Partie auftun: Winterneuzugang Samir Louadj von US Hostert aus Luxemburg, der in Koblenz verletzt fehlte, absolvierte am Donnerstag wieder eine Trainingseinheit. "Es kann sein, dass er zurückkehrt. Wir werden das Risiko wohl eingehen müssen", sagt Erhardt. Auf die Gefahr hin, dass sich die personell missliche Lage im Saisonendspurt weiter zuspitzt.