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Röchling bucht das Relegationsticket

Röchling bucht das Relegationsticket

Fußball-Oberligist Völklingen hat mit dem 4:1-Sieg gegen Jägersburg die Teilnahme an den Auf- stiegsspielen sicher.

In der 84. Minute setzte Marvin Wollbold mit dem Tor zum 4:1 den Schlusspunkt im Saarderby gegen den FSV Jägersburg. Für Wolfgang Brenner, Vorsitzender und Stadionsprecher in Personalunion beim Fußball-Oberligisten SV Röchling Völklingen, war es das Signal, wieder das Mikrofon in die Hand zu nehmen. Doch statt der üblichen Durchsage folgte zur Überraschung aller eine Gesangseinlage: "Ja, ja, ja - Röchling ist der geilste Club der Welt." Der Grund: Nach dem 4:2-Sieg gegen den FC Hertha Wiesbach, bei dem Wollbold im November zwei Mal getroffen hatte, hatte Brenner dem 19-Jährigen aus einer Bierlaune heraus versprochen, beim nächsten Tor Wollbolds in einem Heimspiel neue Töne anzustimmen. Brenners Gesangsbeitrag passte zur Stimmung am Samstag. Denn mit dem 4:1 (1:0)-Sieg gegen die abstiegsgefährdeten Gäste machte Völklingen die Regionalliga-Relegation perfekt. Tabellenführer Schott Mainz half mit dem 4:1-Sieg bei Völklingens Verfolger TuS Mechtersheim mit: Der Abstand zu Mainz beträgt drei Zähler.

Gegen Jägersburg war Dominic Altmeier Wegbereiter des dritten Erfolgs in Serie: Nach Vorarbeit von Marcel Linn köpfte Altmeier den Ball zum 1:0 ein (24. Minute).

Vier Minuten nach der Pause setzte Nico Zimmermann mit einem Zuspiel aus der eigenen Hälfte Artur Schneider in Szene. Der legte im Strafraum quer. Und Altmeier erzielte sein siebtes Tor in sieben Partien (49.). Er sagte: "Es läuft bei der ganzen Mannschaft, nicht nur bei mir. Es ist gut, dass im Moment alle treffen." Linn erzielte mit einem Flachschuss das 3:0 (69.). Die Gäste aus Jägersburg verkürzten vor 250 Zuschauern durch den Treffer von Tim Schäfer auf 1:3 (81.), ehe Wollbold mit Saisontor Nummer elf zur Stelle war.

Völklingens Trainer Günter Erhardt, dessen Mannschaft das Hinspiel mit 1:4 verloren hatte, war zufrieden. Er erklärte: "Nach dem 2:0 haben wir das Spiel kontrolliert. Wir haben im richtigen Moment die Tore gemacht." Jetzt, wo die Relegation klar ist, werde er sich mit potenziellen Gegnern befassen. An die Meisterschaft und den damit verbundenen direkten Aufstieg glaubt Erhardt nicht mehr. Umstellungen seien in den nächsten Partien daher möglich. Dem steht ein möglicher Rhythmus-Verlust durch zu viele Wechsel gegenüber. Altmeier erklärte: "Ich habe letztes Jahr die Relegation mit dem SC Hauenstein mitgemacht - für solche Spiele spielt man Fußball. Das macht einfach Spaß. Wir müssen zusehen, dass wir die Form halten."

Mit Hauenstein wandelte Altmeier im letzten Spiel gegen den späteren Aufsteiger FC Nöttingen seinerzeit ein 1:3 in ein 4:3, um den Aufstieg kurz vor dem Ende durch das 4:4 noch zu verpassen. Auch Linn ist für "eingespielt bleiben" - und freut sich: "Relegation ist einfach top. Da warten zwei geile Spiele." Am kommenden Sonntag wartet auf Völklingen aber ab 14.30 Uhr erst einmal noch das drittletzte Oberliga-Spiel. Röchling spielt beim Viertletzten FC Arminia Ludwigshafen.