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HSG Völklingen erwartet VTV Mundenheim
Ringer-Techniken im Handball

Lars Walz (mit Ball) wechselte von der HG Saarlouis zurück zu seinem Heimatverein HSG Völklingen. Der 20-Jährige sagt: „In Völklingen will ich auf hohem Niveau Spielpraxis sammeln.“
Lars Walz (mit Ball) wechselte von der HG Saarlouis zurück zu seinem Heimatverein HSG Völklingen. Der 20-Jährige sagt: „In Völklingen will ich auf hohem Niveau Spielpraxis sammeln.“ FOTO: Dirk Guldner/www.foto-guldner. / Dirk Guldner / www.foto-guldner.
Völklingen . Lars Walz spielt mit der HSG Völklingen in der Handball-Oberliga. Und hilft seinem Jugendverein KSV Fürstenhausen aus – in der Ringer-Oberliga.

Für Handball-Oberligist HSG Völklingen wird es nach der Spielpause wieder ernst. An diesem Samstag um 19.30 Uhr empfangen die Völklinger den Tabellensechsten VTV Mundenheim in der Hermann-Neuberger-Halle. „Ein ganz schweres Spiel. Vor allem, weil bei uns gefühlt 90 Prozent der Spieler angeschlagenen sind“, sagt Lars Walz. Der 20-Jährige kam vor der Saison vom Zweitligisten HG Saarlouis. Eine Eingewöhnungszeit brauchte er nicht. Walz wohnt in Fürstenhausen und war lange Jahre Jugendspieler in Völklingen. Mit seinen Mannschaftskameraden Niklas Louis, Niklas Hoff und Thomas Jung stand er in der Saison 2013/2014 in der A-Jugend-Bundesliga für die Völklinger auf dem Feld.



„So viel hat sich nicht geändert. Ich kenne hier noch viele Leute“, sagt Walz. Er war zur Saison 2014/2015 in die A-Jugend der HG Saarlouis gewechselt. Dort spielte sein drei Jahre älterer Bruder Peter, der die HSG Völklingen ein Jahr vorher verlassen hatte. In den vergangenen beiden Spielzeiten gehörte Lars Walz in Saarlouis zum Zweitliga-Kader. Er bekam unregelmäßig Spielzeit. Oft wurde der Blondschopf, der Linksaußen und am Kreis spielen kann, aber auch in der zweiten Mannschaft der HG Saarlouis in der Saarlandliga eingesetzt.

„In Völklingen will ich auf hohem Niveau Spielpraxis sammeln“, sagt Lars Walz. Einen „Glücksgriff“, nennt es HSG-Trainer Berthold Kreuser, dass der ehemalige Völklinger Jugendspieler zu seinem Heimatverein zurückgekehrt ist. Die laufende Saison, in der Völklingen nach 13 Spieltagen auf Platz 12, also  im unteren Tabellendrittel liegt, bezeichnet Walz aber als „durchwachsen“. Er sagt: „Im Angriff haben wir noch viel Luft nach oben. Wir lassen einfach zu viele Chancen liegen.“ Völklingen wirft durchschnittlich nicht einmal 24 Tore pro Spiel und stellt damit den harmlosesten Angriff der Liga. „Dafür sind wir in der Abwehr stark. Was die Gegentreffer angeht, stehen wir in der Klasse unter den besten Fünf“, sagt Walz.

An der guten Defensivleistung seiner Mannschaft hat Walz seinen Anteil. Der 20-Jährige ist bissig, flink auf den Beinen und antizipiert früh gefährliche Situationen. Er macht Gegenspieler fest, bevor sie für Gefahr sorgen können. Zugute kommt Walz eine andere Sportart, die er auf hohem Niveau betrieben hat. Mit seinem Bruder war er von Kindesbeinen an Ringer beim KSV Fürstenhausen. Dort ging er in der Oberliga auf die Matte. Sein Vater Peter Walz  ist der zweite Vorsitzende des Vereins und Jugendreferent beim Saarländischen Ringer-Verband. „Ringen und Handball ergänzen sich perfekt. Vorne am Kreis habe ich das notwendige Durchsetzungsvermögen. Und in der Abwehr weiß ich, wie ich den Gegenspieler so festhalte, dass er sich nicht mehr bewegen kann“, sagt Lars Walz. Er hilft heute noch ab und an beim KSV Fürstenhausen aus. Dass er seit 2012 als Ringer kürzertrat, lag auch an Verletzungen. Nach mehreren Operationen am Arm änderte er auf dem Saarbrücker Rotenbühl-Gymnasium seine Schwerpunktsportart vom Ringen zum Handball.

In der Handball-Oberliga will Walz an diesem Samstag im Heimspiel gegen Mundenheim auf Sieg spielen. „Wir sind nicht der Favorit und können deshalb recht befreit aufspielen. Die SG Saulheim war ebenfalls ein Topgegner und die Personalsituation damals genauso angespannt. Da haben wir trotzdem gewonnen“, sagt Walz.