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Völklinger Verkehrsdschungel
Regeln muss man verstehen

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Regeln und Schilder sind dazu bestimmt, sicher durch den Verkehrsdschungel zu leiten. „Die muss man schon genau lesen und beachten“, unterstreicht unser Experte, der erfahrene Fahrlehrer Peter Grün. Von Bernhard Geber

Doch bei unserer Rundfahrt mit dem Mann vom Fahrlehrer-Verband sahen wir auch Regelungen, die selbst zu Irrlichtern werden. Wie neuerdings an der Ecke Hofstattstraße/Karl-Janssen-Straße. Dem so genannten kurzen Radweg dort haben Grün und sein Landesvorsitzender Detlef Kühnast spontan den (inoffiziellen) „Hammer“-Preis verliehen. Sicher gut gemeint, aber ... Die Urheber sollten sich mal selbst hinstellen und jedem Vorbeikommenden den dortigen Schilderwald erklären.



Es gibt aber auch Stellen in Völk­lingen, wo Schilder wirklich hilfreich wären. Zum Beispiel in Einbahnstraßen, die sich unversehens in Straßen mit Gegenverkehr verwandeln. Und Orte, wo man automobilem Leichtsinn vorbeugen sollte. Wie an der Autobahnabfahrt Völklingen-City. Autofahrer, die dort auf die Karolinger Brücke rauschen, vertrauen auf ihre (vor anderen Autos sichere) Rechtsabbiegespur. Das Schild „Achtung, Fußgänger in 30 Metern“ wird leicht übersehen. Obwohl diese (wie auch Radler) auf ihrem Weg über die Brücke Vorrang haben.

Gut, dass die Stadtverwaltung nun ans Nacharbeiten geht und erst einmal die Hausaufgaben erledigt. Bevor sich mit dem neuen Verkehrsentwicklungsplan, derzeit in Arbeit, womöglich neue Wundertüten auftun.

Motorisierte Verkehrsteilnehmer müssen Situationen oft in Sekundenbruchteilen wahrnehmen und erfassen. Allein schon deshalb sollten Regelungen einer Grundlogik folgen. Wo dem nicht so ist, braucht man entweder dicke Schilder oder dicke Ausreden.