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Rathaus plädiert für Lärmschutzwand

Rathaus plädiert für Lärmschutzwand

Wehrden. Am 17. November lädt das Stadtteilforum Wehrden zu seiner nächsten Zukunftswerkstatt ein. Bereits im März hatten Bürger in der Kulturhalle über Probleme des Stadtteils diskutiert und Verbesserungsvorschläge dazu entwickelt

Wehrden. Am 17. November lädt das Stadtteilforum Wehrden zu seiner nächsten Zukunftswerkstatt ein. Bereits im März hatten Bürger in der Kulturhalle über Probleme des Stadtteils diskutiert und Verbesserungsvorschläge dazu entwickelt. Lärmschutzmaßnahmen an der Autobahn 620, die Entlastung der Schaffhauser Straße und die Sanierung der so genannten Meisterhäuser in der Saarstraße lagen den Bewohnern damals besonders am Herzen.Ende September hat Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig zu den Forderungen der Bürger schriftlich Stellung bezogen. Während der Mitgliederversammlung des Stadtteilforums am vergangenen Dienstag präsentierte Sprecher Helmut Tamblé das elfseitige Schreiben auszugsweise. Für die Schaffhauser Straße, so Verwaltungschef Lorig, sei der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) zuständig. Die Stadt habe den LfS gebeten, Entlastungsmaßnahmen zu prüfen. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, die Tendenz allerdings bereits erkennbar: Eine ganztägige Sperrung der Straße für den Lastwagenverkehr werde wohl nicht kommen.Mit Blick auf die Autobahn 620 zieht die Stadtverwaltung einen aktiven Lärmschutz durch eine Wand oder einen Wall dem passiven Schutz durch Einbau von Lärmschutzfenstern vor. Die Stadt hofft nach Lorigs Auskunft, dass der LfS diese Maßnahme mit Mitteln aus dem Konjunkturprogramm realisieren kann. Der Denkmalschutz und die fehlenden Finanzmittel erschweren das Eingreifen der Stadt bei den Meisterhäusern, schreibt Lorig. Versuche, die Häuser für gastronomische Zwecke dem Immobilienmarkt und potentiellen Nutzern anzubieten, seien bisher erfolglos geblieben. Nach der detaillierten Bestandsaufnahme der Baustruktur und der Identifizierung möglicher Nutzungsvarianten würden die Häuser übers Internet vermarktet. Parallel dazu sollen sie in der Fachpresse zum Verkauf ausgeschrieben werden. Während der Zukunftswerkstatt können die Bürger die Pläne mit Oberbürgermeister Lorig persönlich diskutieren. Die Veranstaltung in der Kulturhalle Wehrden beginnt am Dienstag, 17. November, um 19 Uhr. Meinung

Langer Brief, dünner Inhalt

Von SZ-Redakteurin Doris Döpke Elf Seiten lang ist die Antwort des Völklinger Oberbürgermeisters auf eine Anfrage, in der Wehrdens Stadtteilforum Bürger-Anliegen formuliert hat; Lorig hat sich der Probleme ausführlich angenommen. Lösungen aber bietet der lange Brief nicht. Bei den größten Bürger-Nöten - Verkehrslärm an der Schaffhauser Straße und der Autobahn - kann die Stadtverwaltung nichts dafür, dass der Brief-Inhalt für die Betroffenen unbefriedigend ausfällt. Da liegt die Zuständigkeit bei Bund und Land. Und deren Mühlen mahlen langsam. 30 Jahre haben etwa Göttelborner Autobahn-Anlieger um eine Lärmschutzwand kämpfen müssen. Eine Zumutung, gegen die die Wehrdener und das Rathaus sich mit vereinten Kräften wehren sollten. Für die Saarstraßen-Meisterhäuser aber ist die Stadt verantwortlich. Dort hat sich seit acht Jahren nichts getan - ein jämmerlich schwaches Bild.