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RAG will Kolonie in Ludweiler bis 2012 abreißen

 Die Kinder haben sich unlängst vom alten Gebäude in der Ringstraße verabschiedet. Foto: SZ
Die Kinder haben sich unlängst vom alten Gebäude in der Ringstraße verabschiedet. Foto: SZ
Ludweiler. Verändern wird sich in den nächsten Jahren das Ortsbild in Ludweiler. Die alte Siedlung, in Ludweiler seit Menschengedenken als "Kolonie" mit der Ringstraße, der Mittel- und der Grubenstraße bekannt, verliert ihre Bewohner und die dazu gehörigen Grubenhäuser

Ludweiler. Verändern wird sich in den nächsten Jahren das Ortsbild in Ludweiler. Die alte Siedlung, in Ludweiler seit Menschengedenken als "Kolonie" mit der Ringstraße, der Mittel- und der Grubenstraße bekannt, verliert ihre Bewohner und die dazu gehörigen Grubenhäuser. Diese Häuser werden, so informierten Barbara Traving-Ney und Joachim Schuch von der RAG am Montag bei einer Besichtigung durch den Ludweiler Ortsrat, Zug um Zug "niedergelegt", also abgerissen, da ein Erhalt dieser stark vom Bergbau geschädigten und in ihrer Wohnqualität nicht mehr zeitgemäßen Häuser nicht vertretbar sei. 50 Prozent der Einwohner haben der Kolonie bereits den Rücken gekehrt. 17 Häuser, die leer stehen, werden ab Juni abgebrochen, 20 Mieter fanden schon eine neue Heimat, und mit den Mietern weiterer 14 Anwesen würden derzeit Verhandlungen geführt. Dabei würden, so die Vertreter der RAG, keine Kündigungen ausgesprochen, zumal Ersatzwohnraum in Fürstenhausen oder Dorf im Warndt langsam knapp werde. Ziel des Unternehmens sei die Niederlegung der ganzen Siedlung bis 2012, zunächst die Häuser in der Ringstraße und zuletzt die in der Grubenstraße. Abgerissen wird auch der ehemaligen katholische Kindergarten St. Monika, der vor wenigen Wochen sein neues Haus neben dem Pfarrzentrum in der Spessartstraße bezog. Noch in RAG-Besitz sind die Wohnstraßen, wobei zumindest die Grubenstraße als Durchgangsstraße in Richtung Großrosseln erhalten bleiben soll. Hier wäre es im Sinne des Unternehmens, wenn die Stadt Völklingen diese Straße in einem ordentlichen Zustand übernehmen und damit auch die Verantwortung tragen würde, hieß es bei der Ortsbesichtigung. hla