Protest gegen Krach und Staub – Forderung nach Samstagspause

Protest gegen Krach und Staub – Forderung nach Samstagspause

Auf dem Luisenthaler Grubengelände lässt die RAG Abriss-Beton schreddern. Anwohner sind genervt. Die CDU-Ratsfraktion will jetzt eine Bürgerversammlung.

In der Luisenthaler Albertstraße haben sich - wie bereits berichtet - Anwohner beschwert über geräusch- und schmutzintensive Arbeiten der RAG auf der Tagesanlage des ehemaligen Bergwerks. Dazu hat die RAG erklärt, dass auf dem früheren Grubengelände Abriss-Teile des so genannten Blauen Bocks - so wurde das einstige RAG-Verwaltungsgebäude in Saarbrücken genannt - zerkleinert werden, um sie anschließend zum Verfüllen von Flächen auf der Tagesanlage zu verwenden. Wie die Völklinger CDU-Stadtratsfraktion berichtet, hat sie zu diesem Thema eine Anfrage an die RAG gerichtet. Aus deren Antwort, teilt nun Fraktions-Pressesprecher Kevin Frank mit, gehe hervor, dass die Arbeiten etwa vier Monate andauern werden. Wegen dieses langen Zeitraums hat die CDU-Vertreterin Luisen thals im Stadtrat, Ulrike Müller, bei der Völklinger Verwaltung nun eine Bürgerversammlung beantragt, bei der die RAG zu den geplanten Maßnahmen eingehend informieren soll. Dabei sollen Bürger Vertreter der RAG direkt befragen können. Wenn die Bauarbeiten bis in die Sommermonate dauern, sagt Müller, werde die Nutzung der anliegenden Gärten drastisch eingeschränkt. Und: "Schon beim Abriss des ehemaligen Lidl-Gebäudes haben wir leidvoll erleben müssen, welche Belastung beim Schreddern von Beton auf die Anwohner zukommen kann."

Aus den Informationen der RAG sei zu entnehmen, dass die Arbeiten an Werktagen stattfinden sollen, schreibt die CDU-Fraktion weiter. Da aber auch der Samstag ein Werktag ist, fordert sie, dass nur von Montag bis Freitag gearbeitet wird. Außerdem müsse der Schredder selbst so weit wie möglich von Wohnbebauung entfernt aufgestellt werden. Und die RAG müsse - zum Beispiel durch Einhausung - die Staubentwicklung, die gerade in den Sommermonaten zu erwarten sei, so weit wie möglich eindämmen.

"Am besten wäre natürlich, wenn diese Arbeiten gar nicht erst in Luisenthal ausgeführt würden, sondern dort, wo die Abrissmassen anfallen", meint die CDU-Fraktion. Schließlich lasse sich das Schreddern genauso gut in Saarbrücken erledigen.

Zum Thema:

Der RAG-Bau an der Hafenstraße in Saarbrücken, in dem einst die Verwaltung des Bergbau-Konzerns ihren Sitz hatte, wird nicht mehr gebraucht; die RAG lässt ihn derzeit abbrechen. An die Stelle dieses Gebäudes, im Volksmund "Blauer Bock" genannt, soll ein Hotel-Neubau treten. Technische Komplikationen haben die Abriss-Arbeiten verzögert; im Juni sollen sie nach RAG-Auskunft beendet sein.

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