Polizei fährt verstärkt Streife

Völklingen. Polizeichef Axel Busch (Foto: hj) und seine Kolleginnen und Kollegen in Völklingen haben nichts dagegen, wenn sich junge Leute in fröhlicher Runde zusammenfinden. Wie das zum Beispiel heute, zu Beginn der Osterferien, Schülerinnen und Schüler wohl wieder tun

Völklingen. Polizeichef Axel Busch (Foto: hj) und seine Kolleginnen und Kollegen in Völklingen haben nichts dagegen, wenn sich junge Leute in fröhlicher Runde zusammenfinden. Wie das zum Beispiel heute, zu Beginn der Osterferien, Schülerinnen und Schüler wohl wieder tun. Aber die Beamten müssen einschreiten, wenn dies in Trinkgelage mit Belästigung der Anwohner, wildem Müll und Sachbeschädigungen ausartet.Dann werden Platzverweise ausgesprochen und auch Ordnungswidrigkeits- und Strafanzeigen geschrieben. Aber zunächst will die Völklinger Polizei vorbeugen. Das heißt, dass sie sich ab sofort auch ohne vorangehende Beschwerden von Bürgern wieder verstärkt an Jugendtreffpunkten zeigen wird. 410 solcher Einsätze hatten die Beamten bereits im vergangenen Sommer-Halbjahr gefahren. Die jungen Leute angesprochen. Und zunächst einmal zu gesittetem Verhalten gemahnt.Laut Busch wird in diesem Jahr der Alkoholkonsum ein Schwerpunkt der Kontrollen bei Kindern und Jugendlichen sein. Dabei ist auch mit peinlichen Nachforschungen zu rechnen. Busch: "Die Rechtmäßigkeit von Erwerb und Abgabe werden überprüft, das Elternhaus beziehungsweise das Jugendamt einbezogen. Gegebenenfalls wird dann Anzeige erstattet."Zu festgesetzten Einsatzzeiten, vor allem an Wochenenden und vor Feiertagen, werden in den Abendstunden die Treffpunkte von jungen Leuten kontrolliert. Dabei hat sich eine Reihe von Orten in der Innenstadt und den Stadtteilen herauskristallisiert.Doch die Polizei kann nicht die ganze Arbeit alleine leisten. Sie setzt hier auf ein Streetworker-Projekt der Stadt. Dieses soll Sozialarbeiter zu den Jugendlichen vor Ort bringen. Eine engere Zusammenarbeit mit dem Ordnungsdienst der Stadt ist laut Busch ebenfalls angesagt.Einfaches Verdrängen der jungen Leute von ihren Treffpunkten nutzt nach bisherigen Erkenntnissen wenig. So wurde die Barbarahütte auf dem Heidstock mit einem hohen Metallzaun vor Rowdys geschützt. Die toben sich aber nun offenbar an einem Angelweiher in Luisenthal aus, wie der Vereinsvorsitzende und SPD-Kommunalpolitiker Erik Kuhn beobachtet hat.