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Persönliche Präsente sind in Völklingen hoch im Kurs

Persönliche Präsente sind in Völklingen hoch im Kurs

Bis Heiligabend ist es nicht mehr lange. Höchste Zeit, sich um die Weihnachtsgeschenke zu kümmern. Wir haben gefragt, ob die Völklinger schon alle Geschenke beisammen haben und welches Limit sie sich dabei setzen.

Karin Busch aus Ludweiler gibt für alle Geschenke jedes Jahr im Schnitt zirka 800 Euro aus. Am liebsten präsentiert die 71-jährige Rentnerin persönliche Geschenke. Doch ihr Sohn, der mittlerweile in der Eifel lebt, darf sich jedes Jahr über Geld freuen: "Mein Sohn ist mittlerweile erwachsen. Er hat alles, und es gibt nicht mehr viel, was er braucht. Da finde ich Geldgeschenke passend." Mario de Grazia macht sich keine Gedanken um die Ausgaben an Weihnachten. Er schenkt seiner Freundin und seiner Tochter das, was sie sich wünschen, und scheut dafür keine Kosten. "Als ich klein war, habe ich immer das bekommen, was ich mir wünschte. Also schenke ich auch nur das, was auf dem Wunschzettel steht", so der 30-jährige Fliesenleger aus Völklingen .

Seine Freundin Roberta Cordara hingegen rechnet jedes Jahr mit zirka 200 bis 300 Euro. "Wir schenken nur den engsten Familienmitgliedern etwas. Da unsere Tochter schon drei Jahre alt wird, fängt sie auch schon mit den Wünschen an. Das kann Jahr für Jahr immer teurer werden", schmunzelt die 25-Jährige, ebenfalls aus Völklingen . Die junge Mutter verschenkt am liebsten Gutscheine oder persönliche Sachen, die gebraucht oder gewünscht werden.

"Ich glaube ich bin noch in dem Alter, in dem ich mehr beschenkt werde, als selbst zu verschenken", erzählt uns die 18-jährige Samantha Modica. Sie gibt für die Weihnachtsgeschenke an ihre engsten Verwandten höchstens 50 Euro aus. Da die Völklingerin bald Mutter wird, weiß sie, dass sie künftig anders rechnen muss: "Ich muss noch diverse Anschaffungen für mein Baby machen, das geht natürlich auch ins Geld."

Das Ehepaar Serf aus Fenne schenkt sich zu Weihnachten nichts. "Wir verschenken das ganze Jahr Freundlichkeit. Das bedeutet schon viel", sagt die 63-jährige Gunde Serf lachend. Die Völklingerin plant jedes Jahr zu Weihnachten Ausgaben von höchstens 100 Euro ein, da sie nicht wolle, dass das Fest ausartet und den eigentlichen Sinn verfehlt. "Weihnachten ist ein Fest der Liebe und nicht des Geldes", so die Reinigungskraft.

Der 71-jährige Ehemann Harald Serf sieht es genauso: "Wenn man lange verheiratet ist, ist es schöner, gemeinsam essen zu gehen, als sich etwas zu schenken. Und dafür braucht man nicht mal Weihnachten."

Trotzdem dürfen sich der Sohn und das Enkelkind des Ehepaares über Geschenke an Weihnachten freuen. Meist finden sich dann unter dem Tannenbaum Dinge, die sich die Liebsten zuvor wünschten.