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Offene Tore auf dem Weg nach Lauterbach

Offene Tore auf dem Weg nach Lauterbach

Wie andere Warndt-Orte auch soll Lauterbach schöner werden – mit Hilfe des Förderprogramms Leader, das die Europäische Union aufgelegt hat. In der jüngsten Ortsratssitzung fanden die Ideen dazu große Zustimmung.

Lauterbach soll weiter aufgewertet werden - darin waren die Ortsrats-Mitglieder sich am Mittwochabend einig. Eine konkrete Maßnahme, die auch bereits in benachbarten Orten auf breite Zustimmung stieß, ist dabei die Verschönerung der Ortseingänge. Dazu stellte Gerhard Fischer von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Warndt-Saargau ein neu entworfenes Warndt-Logo vor (die SZ berichtete.

Es ist ein überdimensioniertes "W" für den Warndt und symbolisiert mit den drei Farben Blau, Grün und Schwarz das für die Region Typische: Wasser, Wald und Kohle. Auf einem Sandsteinsockel angebracht, soll es in vergrößerter Form die Ortseingänge zieren. Letztendlich wird es wohl etwa zwei Meter hoch und 1,90 Meter breit sein, erläuterte Fischer. Jeder Ort soll zudem noch ein individuelles Symbol erhalten, das ihn repräsentiert.

"Für mich ist das in Lauterbach der Warndt-Dom", so Fischer. Dies könne beispielsweise mit einem Relief an den Ortseingängen verwirklicht werden. In Einfahrt richtung solle rechts das regionale Merkmal stehen, links das individuelle. Gemeinsam mit einer Einfärbung der Fahrbahn solle so der Eindruck entstehen, als fahre man durch ein Tor.

Für Lauterbach schlägt Fischer vor, die Eingänge von Ludweiler und Carling kommend auf jeden Fall zu bestücken. Die Empfehlung, die Einfahrt von Creutzwald her ebenfalls neu zu gestalten, hat Erik Roskothen (SPD ), stellvertretender Ortsvorsteher, aufgegriffen: Das könne man bei der geplanten Straßen-Verschwenkung in einem Zuge erledigen. Ein ähnlich gestalteter Eingang von Karlsbrunn her könne zusätzlich helfen, das oft zu hohe Tempo zu bremsen. Aber: "Für uns ist es erstmal das Wichtigste, Mitmacher und Kümmerer zu finden", so Roskothen. Denn neben einer Finanzierung durch das des Leader-Programm werden Freiwillige gesucht, die bei den Arbeiten helfen. So solle auch die Identifikation mit dem Ort gesteigert werden.

Als weiteres Projekt wurde "Servicestelle Dorf" vorgestellt, eine Weiterführung des Projektes "Check-up Dorf". Dabei soll, verkürzt gesagt, Dörfern mit bis zu 3000 Einwohnern Hilfe zur Selbsthilfe gegeben werden, wie Rebecca De Angelis vom Regionalverband erklärte. Um Bevölkerungsrückgang , Überalterung, Leerständen und Versorgungslücken entgegen zu wirken, sollen "Dorfgespräche" ins Leben gerufen werden, in denen sich Akteure vor Ort austauschen können.

Schließlich beantragte die SPD-Fraktion , die Lauterbachhalle für die Vereine auch in den Ferien zu öffnen. Und Geld zur Verfügung zu stellen für Klein- und Schönheitsreparaturen im alten Kindergarten und diese Arbeiten erledigen zu lassen.