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Lebender Adventskalender
Adventsstimmung am Sonnenhügel

Zur ersten Station des Lebendigen Adventskalenders treffen sich am Samstag Anwohner im Völklinger Galileiweg. Hier spricht Kornelia Schrenk-Eckert am Lampedusa-Kreuz des Künstlers Francesco Tuccio, vorn rechts zu sehen. Es ist aus Wrackteilen von Flüchtlingsbooten gemacht, die im Mittelmeer kenterten.
Zur ersten Station des Lebendigen Adventskalenders treffen sich am Samstag Anwohner im Völklinger Galileiweg. Hier spricht Kornelia Schrenk-Eckert am Lampedusa-Kreuz des Künstlers Francesco Tuccio, vorn rechts zu sehen. Es ist aus Wrackteilen von Flüchtlingsbooten gemacht, die im Mittelmeer kenterten. FOTO: BeckerBredel
Völklingen. Von jetzt an gibt es in Völklingen jeden Abend eine ökumenische Aktion. Von becker & bredel

Zur ersten Aktion im Rahmen des Lebendigen Adventskalenders in Völklingen kamen am Samstagabend Groß und Klein der Siedlergemeinschaft Sonnenhügel zum Wendehammer des Galileiwegs in Völklingen. Nach einer kurzen Begrüßung ging es in einem Dialog zwischen Aurelia, Augustina und Klothilda um die Frage, warum Weihnachten auf den 24. Dezember datiert wurde.


Gespannt und mucksmäuschenstill lauschten die Gäste Kornelia Schrenk-Eckert, Sandra Schmitt und Monika Hufschmidt, die die fiktiven Charaktere spielten. In ihrer Geschichte schlugen sie einen Bogen vom ersten Advent bis zum Heiligen Abend und erklärten, weshalb die Geburt Jesus Christus nicht im Frühjahr, Sommer oder Herbst sein konnte. „Wisst ihr noch, wie die Kaiserin uns in ihr Landhaus in Apulien eingeladen hat, damit wir herausfinden, wann Jesus geboren ist?“, begann Aurelia, gespielt von Kornelia Schrenk-Eckert, in der Geschichte. „Drei Wochen haben wir jeden Buchstaben im neuen Testament umgedreht, um versteckte Hinweise auf das geheimnisvolle Datum zu finden“, so Aurelia weiter. Und am Ende erkannten die drei, dass der Winter die richtige Jahreszeit sei: „Denn dann brauchen wir sein Licht und seine Wärme am meisten. Er rettet uns, wenn wir es am nötigsten brauchen“, erläuterte Augustina in der Geschichte.

Gemeinsam entzündeten im Anschluss die Besucher Kerzen, mit denen die rund 60 Anwesenden um die Wohnblöcke zogen und das Lied „Christus dein Licht“ teils gedankenversunken sangen. Um das Motiv „Weihnachten bringt Licht in die Dunkelheit“ aufzugreifen, stellte die Siedlergemeinschaft in einer der Straßen das Missio-„Kreuz von Lampedusa“, das aktuell als Leihgabe in der Völklinger Kirchengemeinde ist, auf. Das Kreuz wurde vom Künstler Francesco Tuccio aus Wrackteilen gekenterter Flüchtlingsboote gefertigt und diente der Völklinger Siedlergemeinschaft als Schlusspunkt des kleinen Rundgangs. Zum Abschluss des Lebendigen Adventskalenders gab es ein gemütliches Zusammensein bei Glühwein und Kinderpunsch, Rostwürsten und Plätzchen im weihnachtlich geschmückten Zelt am Wendehammer – denn die Siedlergemeinschaft verband die Aktion mit ihrem Adventstreff.



Der Lebendige Adventskalender 2018 wird wieder organisiert von der evangelischen Versöhnungskirchengemeinde und der katholischen Pfarreiengemeinschaft St. Eligius. An jedem Adventsabend wird an einem anderen Haus in Völklingen zu Aktionen eingeladen, um gemeinsam die Vorweihnachtszeit zu genießen.