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Oberliga: Erhardt verlässt sich in Gonsenheim auf sein „Bauchgefühl“

Völklingen. Der Fußball-Oberligist SV Röchling Völklingen reist mit einigen Fragezeichen nach Gonsenheim. Unsicher ist auch, auf welcher Position Sammer Mozain spielt. Trainer Günter Erhardt muss viele Entscheidungen spontan treffen. Dieter Gräbner

Nach dem jüngsten 3:0-Heimsieg gegen den FV Diefflen hat Günter Erhardt, Trainer des Fußball-Oberligisten SV Röchling Völklingen , erklärt, dass sein Team jetzt mit 37 Punkten aller Voraussicht nach nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben werde. Das bedeutet jedoch nicht, dass Erhardt die letzten zehn Spiele als bessere Trainingseinheiten ansieht. Im Gegenteil: "Jetzt liegen zwei richtungweisende Partien vor uns. Am Sonntag, 15 Uhr, beim SV Gonsenheim und danach zu Hause gegen den 1. FC Saarbrücken II", sagt Erhardt: "Wenn wir höhere Ziele als den Klassenerhalt anvisieren wollen, müssen wir in den beiden Spielen punkten."

Gegen den Tabellenfünften Gonsenheim wird das an diesem Sonntag nicht einfach. Gonsenheim ist hinter Tabellenführer SC Hauenstein die zweitstärkste Heimmannschaft, hat in elf Heimspielen neun Mal gewonnen. Das liegt zum einen am Kunstrasenplatz, der für viele Oberligisten immer noch ungewohnt ist, zum anderen an der Leistungsstärke der Spieler. Dazu Erhardt: "Sie sind sehr konterstark und haben eine sehr gute Defensive. Das sieht man auch daran, dass sie in den vier Partien in diesem Jahr kein einziges Gegentor kassiert haben." Dennoch betont er: "Wenn wir unsere Tagesform erreichen, haben wir eine Chance, dort zu punkten."

Bei diesem Vorhaben spielt jedoch nicht nur die Tagesform, sondern auch Personal und Taktik eine Rolle. Zum Personal : Hinter den Einsätzen der zuletzt verletzt fehlenden Stammkräfte Sebastian Buhl, Alex Otto und Artur Schneider stehen Fragezeichen. Erhardt geht davon aus, dass Buhl und Otto nicht spielen können. Bei Schneider will er das Abschlusstraining abwarten. Wieder auflaufen kann aber Torjäger Pascal Stelletta. Dessen Bruder Philippe wird im Tor stehen, falls Buhl ausfällt. Wo Allzweckwaffe Sammer Mozain spielt, kann Erhardt noch nicht sagen. Gegen Diefflen wirbelte Mozain 60 Minuten im Angriff und sicherte dann in der Defensive ab. Klonen kann man Mozain nicht, deshalb muss Erhardt sein "Bauchgefühl" entscheiden lassen, in welcher Rolle sein zur Zeit stärkster Spieler anfangen wird.

Und zur Taktik sagt Erhardt: "Ich weiß noch nicht, ob ich forsch und aggressiv anfange und auf ein frühes Tor aus bin, oder eher abwartend agiere." Er will es vom zur Verfügung stehenden Personal abhängig machen.