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Völklinger Parkhotel
Noch keine Lösung für Parkhotel in Sicht

Das Parkhotel Albrecht in Völklingen, mit dem Kamera-„Auge“ einer Fotodrohne gesehen.
Das Parkhotel Albrecht in Völklingen, mit dem Kamera-„Auge“ einer Fotodrohne gesehen. FOTO: BeckerBredel
Völklingen. Wie geht es weiter mit dem Völklinger Parkhotel? Diese „Spezial-Immobilie“ sei schwer zu vermarkten, sagt Stadtwerke-Chef Michael Böddeker. Von Doris Döpke

Es wird ernst mit dem Wechsel im Völklinger Parkhotel. Das Pächter-Ehepaar Silke und Markus Albrecht – vor ihrem Engagement in Völklingen lange Jahre Betreiber des Restaurants der Heusweiler Kulturhalle am Markt – hatte angekündigt, man werde das Haus dieser Tage schließen. Denn die Albrechts suchen wieder eine Veränderung. Sie werden vom März an im Saarbrücker Casino-Restaurant am Staden Gäste bewirten. Doch wie geht es nun von Februar an weiter mit dem Parkhotel?


Michael Böddeker, Geschäftsführer der Völklinger Stadtwerke, denen das Haus gehört, hatte im November auf SZ-Nachfrage berichtet, man sei in ernsthaften Verhandlungen. Insbesondere mit einem Unternehmen aus der Region, das „schon lange am Markt“ sei und prüfe, ob und wie das Parkhotel ins eigene Portfolio passe. Böddeker sagte damals, er hoffe, seinem Aufsichtsrat noch 2017 Handfesteres mitteilen zu können.

Doch die Sache dauert länger, berichtet er nun im SZ-Gespräch. Zweimal habe man das Haus zusammen mit einem Interessenten besichtigt. Dessen Namen mag er nach wie vor nicht nennen, „wir haben Vertraulichkeit vereinbart“. Aber: „Nein, es ist nicht die Victor’s-Gruppe, es ist nicht Herr Ostermann“, antwortet Böddeker lachend auf die entsprechende Frage. Noch diese Woche erwarte man eine Klärung. Zentraler Punkt: Der Interessent verfolge Nutzungs-Ideen, für die im Haus umgebaut werden müsste. Er checke gerade, wie viel Umbau nötig sei, was das kostet und ob sich im Haus dann wirtschaftlich arbeiten lasse. Wenn aus dieser Lösung etwas werde, sagt Böddeker, werde das Restaurant weiterlaufen, „öffentlich zugänglich“ wie bisher; das Hotel aber werde dann wohl nicht mehr „öffentlich buchbar“ sein.

Auch eine Variante zwei sei noch im Gespräch, mit einer zweiten Firma, die sich fürs Pachten interessiere. Diese Firma schaue sich derzeit die (Bau-)Pläne für Restaurant und Hotel an.

Hier wie dort sei im Moment noch alles offen, sagt Böddeker. Und fragt rhetorisch: „Was machen wir mit dem Objekt, wenn das nichts wird?“ Bei den Stadtwerken wünsche man sich Kontinuität, damit der gute Ruf des Parkhotels nicht in Vergessenheit gerate; der sei ein wichtiges Kapital, er ziehe einerseits Gastronomie-Kunden an, sei andererseits auch ein starkes Argument für potenzielle Pächter oder Käufer. Wobei die Interessenten „nicht gerade Schlange gestanden“ hätten – mehrere große Hotelketten etwa hätten abgewinkt: Das Völklinger Haus mit seinen 13 Zimmern sei ihnen schlicht zu klein.



Die „Spezial-Immobilie“ Parkhotel sei schwierig zu vermarkten. Zumal man ausdrücklich eine „seriöse, langfristige, hochwertige“ Neunutzung anstrebe. Gern mit einem Pächter – bei der Suche nach entsprechenden Persönlichkeiten mit solidem Konzept und ebensolcher Finanzierung helfe ein Hotelier, den man als Berater hinzugezogen habe. Noch lieber als einen Pächter hätte man gerne einen Käufer, sagt Böddeker, denn die Verwaltung des Parkhotels binde bei den Stadtwerken personelle Ressourcen, die er gern anders eingesetzt sähe.

Zum Kauf des Baus durch die Stadtwerke vor gut zehn Jahren sagt er: „Ich kann die Motivation nicht nachvollziehen, aus der heraus man das damals gemacht hat.“ Den Stadtwerken habe die Immobilie stets Kosten verursacht. Und der 2014 von einem Gutachter ermittelte Wert lasse sich offenbar nicht realisieren, „es gibt für das Objekt anscheinend keinen Marktwert“.

Kommt im Fall des Falles eine eigene Lösung in Frage, um die Kontinuität zu wahren? Schwierig: „Wir sind keine Gastronomen“, sagt Böddeker. Andererseits, klare Ansage: „Wir sind kein Subventions-Unternehmen für eine gehobene Gastronomie.“ Und verkaufen um jeden Preis müsse, wolle und werde man das Objekt auch nicht, da seien die Stadtwerke heute in weit komfortablerer Lage als noch vor zwei Jahren.

Stadtwerke-Chef Michael Böddeker in seinem Büro, beim Gespräch mit der SZ.
Stadtwerke-Chef Michael Böddeker in seinem Büro, beim Gespräch mit der SZ. FOTO: BeckerBredel