Niederlage trotz starker Leistung

Die Spieler des TTC Wehrden führten gegen den Favoriten VfR Birkmannsweiler schon mit 7:5. Nach dem abschließenden Doppel, das im fünften Satz entschieden wurde, hieß es aber 7:9 aus Sicht der Saarländer.

Das Schlussdoppel von Alexander Fischer und Ludvik Persolja spiegelte die Partie ihres TTC Wehrden gegen den VfR Birkmannsweiler am zweiten Regionalliga-Spieltag wider - nach 0:2-Rückstand wehrten sie zwei Matchbälle ab, mussten sich im fünften Satz aber haarscharf mit 9:11 geschlagen geben. Wehrden verlor die Partie mit 7:9 - und ärgerte sich sichtlich über den liegen gelassenen Punkt. "Da nutzt es uns auch nichts, dass wir die ganze Zeit mitgehalten haben - verloren ist verloren. Wäre es besser direkt 0:9 ausgegangen, dann wären wir schneller fertig gewesen", sagte TTC-Vorstand Karlheinz Becker nach der viereinhalb Stunden langen Partie.

Beim ersten Saison-Heimspiel des Aufsteigers war nicht erkennbar, dass ein Titelfavorit zu Gast war - Wehrden zeigte oft sehr gute Leistungen. "Das Ergebnis war unterm Strich ärgerlich, ein Punkt wäre für uns verdient gewesen", sagte Wehrdens Nummer eins, Alexander Fischer. Der TTC ging mit 2:1 aus den Anfangsdoppeln heraus, nachdem die Paare Fischer/Ludvik Persolja und Michael Schwarz/Lukas Kurfer ihre Spiele gewannen. Fischer und Neuzugang Persolja, laut Becker "die erwartete Granate", gewannen daraufhin auch ihre Einzel und sorgten für die 4:1-Führung. Die Freude darüber währte jedoch nicht allzu lange - Arnoldas Domeika, Fabian Freytag, Schwarz und Kurfer verloren ihre jeweiligen Partien, Birkmannsweiler lag erstmals mit 5:4 vorne. "Es hat uns an manchen Stellen einfach das Quäntchen Glück gefehlt", erklärte Karlheinz Becker.

Im zweiten Durchgang punkteten wieder Fischer und Persolja - für eine Überraschung sorgte der zweite Wehrdener Neuzugang Domeika, der sein Einzel gegen Spitzenspieler Roman Zavoral mit 3:1 (11:6, 11:8, 11:13 und 11:9) gewann. Wehrden führte wieder und machte sich bereits Hoffnungen. "Bei dem 7:5 bin ich davon ausgegangen, dass wir mindestens ein Unentschieden schaffen", sagte Alexander Fischer.

Danach sah es drei Spiele später auch aus. Schwarz, Freytag und Kurfer verloren auch ihre zweiten Einzel, sodass im Schlussdoppel die Entscheidung hermusste - Fischer und Persolja verloren ihr Spiel erdenklich knapp. "Im Schlussdoppel waren wir eigentlich Favoriten", ärgerte sich Fischer, ergänzte aber: "Es war gut zu sehen, dass wir auch gegen eine so gute Mannschaft mitspielen können. Mit dieser Leistung müssen wir uns vor niemandem verstecken."

Am nächsten Wochenende stehen für Wehrden zwei schwere Aufgaben an. Am Samstag ist um 18.30 Uhr der TTC Wöschbach zu Gast. Einen Tag später kommt mit dem TV Leiselheim der zweite Titelfavorit nach Wehrden . "Wir haben durchaus eine konkurrenzfähige Truppe, aber die beiden Spiele werden sehr unangenehm", kündigt Karlheinz Becker an.