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Neues Buch: 140 Jahre Völklinger Hütte

Völklingen. Für Heimatforscher Hubert Kesternich kommen in der bisherigen Literatur über die Völklinger Hütte die Arbeiter und die Arbeitsbedingungen zu kurz. Auf 560 Seiten befasst er sich mit der Zeit von 1873 bis 1945. Thomas Annen

Der Völklinger Heimatforscher Hubert Kesternich (71) hat ein Buch über die Völklinger Hütte geschrieben - mit dem Fokus auf den Lebens- und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Bisher, so seine Auffassung, habe die Literatur das Unternehmen der Familie Röchling verherrlicht.

"Aufstieg und Wandel - 140 Jahre Völklinger Hütte" lautet der Titel des Bandes, der am Freitagnachmittag im Alten Bahnhof Völklingen vorgestellt wurde. Auf 560 Seiten lässt Kesternich die Zeit von 1873 bis 1945 Revue passieren. Mit dem Buch, erklärte der Autor zu Beginn seiner Lesung, wolle er einen Beitrag zur Erinnerungskultur leisten.

Er weiß, worüber er schreibt: 43 Jahre war er selbst auf der Hütte beschäftigt.

Für sein Werk forschte Kesternich auch im Saarstahl-Archiv. Er schildert Auseinandersetzungen um Löhne, kritisiert die aus seiner Sicht "barbarischen Arbeitszeiten", berichtet von Unfällen, Aussperrungen und Arbeitsniederlegungen.

Statistiken veranschaulichen die Entwicklung. Und auch Fotos dokumentieren die Geschichte: Ein Bild, um 1924 aufgenommen, gewährt Einblick in die Reparaturwerkstatt des Stahlwerkes. Auf anderen Schnappschüssen sind Drahtwalzer, streikende Arbeiter und Frauen beim Entladen der Erzschiffe zu sehen.

Stephan Ahr, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Saarstahl AG, würdigte in seiner Einführung das "akribisch recherchierte" Werk. Der Folgeband über die Nachkriegsgeschichte erscheint voraussichtlich Ende 2016.

Das Buch, herausgegeben von der Peter-Imandt-Gesellschaft, ist im Saarbrücker Blattlausverlag erschienen und kostet 29,50 Euro (ISBN 978-3-930771-91-2).