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Auf der Brasche wuchert inzwischen das Unkraut
Neuer Anlauf beim Sportplatz Fenne

Der Fußballplatz in Fenne gilt als kaum noch bespielbar. Politiker sind sich einig, dass etwas getan werden muss. Unser Bild demonstriert die Platzverhältnisse bei starkem Regen.
Der Fußballplatz in Fenne gilt als kaum noch bespielbar. Politiker sind sich einig, dass etwas getan werden muss. Unser Bild demonstriert die Platzverhältnisse bei starkem Regen. FOTO: BeckerBredel
Fenne. Der Fenner Sportplatz ist in miserablem Zustand. Die Stadt will sich nun des Problems annehmen. Zunächst soll das Unkraut besetigt werden. Von Bernhard Geber

Vor einigen Jahren wurde die Chance auf einen gemeinsamen Rasenplatz zusammen mit dem SV Fürstenhausen vertan. Nun steht die Ampel beim SC Fenne auf Tiefgelb. „Auf so einem Platz will keiner mehr spielen“, fasst Heinz Beck, Fachbereichsleiter Technische Dienste im Völklinger Rathaus, seinen Eindruck nach einer Ortsbesichtigung in Fenne zusammen. Da hatte sich der Bauausschuss des Stadtrates von der Misere überzeugt.


Stimmen von Stadtratsmitgliedern: „Wir waren negativ überrascht“, sagt Rüdiger Hirtz (CDU). „Wir haben Fenne vernachlässigt. Ich hoffe, dass nun im Sportentwicklungsplan Fenne ganz oben auf der Liste steht.“ Erik Kuhn (SPD): „Wir waren vor zwei Jahren auch beim Verein. Damals gab es Gespräche mit dem Club Ay Yildiz über eine Zusammenarbeit.“ Eine Lösung sei an der Aussage der Verwaltung gescheitert, dass dann der Stadthaushalt nicht genehmigungsfähig sei. „Wir haben das Problem vor uns hergeschoben“, bekennt Kuhn. „Wir müssen sehen, wie wir dem Verein jetzt helfen können.“ Einzige Möglichkeit sei eine Sanierung des vorhandenen Tennenplatzes. Denn, so Kuhn: „Es wird auch keine Zuschussgelder mehr geben, weil der Landessportverband kein Geld mehr hat.“

Heinz Beck ist der Mann im Rathaus, der (neben vielen anderen Aufgaben) auch den Sportplatz-Betrieb steuert. Beck bekennt sich dazu, das sein Herz für den Fußball schlägt. Und auch er ist jetzt in Fenne erschrocken. „Da könnte man Bettseicher bis zum Umfallen sammeln“, sagt Beck zu dem Wildwuchs, der sich am Rande der Spielfläche entwickelt hat. Diese unerwünschte Begrünung wolle er nun umgehend – derzeit haben die Amateurfußballer Spielpause – entfernen lassen.



Und die Perspektive? „Ich bin gerne bereit, mich zu bemühen, die Vereine wieder an einen Tisch zu bringen“, sagt Beck. Die Fürstenhausener, die mit einem Rasenplatz versorgt sind, bräuchten nämlich auch einen Ausweichplatz. Da biete sich Fenne an, und wenn die Kooperations-Lösung gelinge, „dann hätten wir einen neuen Tennenplatz und einen neuen Rasenplatz“. „Alles Weitere obliegt Ihnen“, sagte Beck an die Adresse der Ratsmitglieder. Der Stadtrat entscheidet nämlich, ob die Stadt dafür Geld ausgibt. „Ich finde den Vorschlag von Herrn Beck sehr gut“, sagte Denise Baldauf (FDP). Klaus Schaefer (CD) forderte, Mittel im nächsten Haushaltsplan einzustellen.

Der Fußballverein im kleinsten Völklinger Stadtteil feierte unlängst 110-jähriges Bestehen, ist aber nach zwischenzeitlichem Aufstieg in die Bezirksliga Saarlouis wieder in der Kreisliga A Warndt gelandet. Antonio Ferrise, Vorsitzender des SC Fenne, macht dafür die Platzverhältnisse mitverantwortlich. Der Verein hat zwei Aktivenmannschaften. Die Jugendabteilung (mit einem E- und einem D7-Jugendteam) ist derzeit wieder im Aufbau.

Zur Platzsanierung war auch ein Vorbild aus Rheinland-Pfalz im Gespräch. Dort hatte der SV Hüffler in Eigenregie seinen Tennenplatz in einen Rasenplatz verwandelt. Dieses Modell ist aber nach einhelliger Meinung nicht auf Fenner Verhältnisse übertragbar.

Verspricht Abhilfe: Fachbereichsleiter Heinz Beck.
Verspricht Abhilfe: Fachbereichsleiter Heinz Beck. FOTO: BeckerBredel