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Neue Cafeteria gibt Power für ganztägiges Lernen

Ludweiler. Mehr als 200 Schüler der Gesamtschule Ludweiler nutzen das Ganztagesangebot. Die Möglichkeiten dafür am Schulstandort werden ständig verbessert. Jetzt wurde die neue Cafeteria mit einer kleinen Feier eingeweiht. Frank Bredel

Um das "Ganztägige Lernen " auch an der Graf-Ludwig Gesamtschule zu fördern, hat der Regionalverband als Schulträger verschiedene Umbaumaßnahmen angestoßen (wir berichteten). Am Freitagnachmittag wurde die neue Cafeteria eingeweiht, die Kosten betrugen 225 000 Euro. 430 Schülerinnen und Schüler besuchen die Gesamtschule, mehr als 200 nutzen das Ganztagesangebot. In der zweiten Jahreshälfte soll es weitergehen. Regionalverbandsdirektor Peter Gillo erklärte: "Dann werden wir mit einem Anbau für neue Klassenräume beginnen. Dafür haben wir in unserem Haushalt rund 1,2 Millionen Euro veranschlagt. Anlass dafür ist die Zusammenlegung der Gemeinschaftsschulen Großrosseln und Graf-Ludwig am Standort Ludweiler ." Viele Familien müssten Beruf und Familie miteinander in Einklang bringen, die Ganztagesangebote seien hier ein wichtiger Weg, sagte Schulleiterin Rita Müller. Die Gesamtschule wollte aber nicht nur Kinder bis zum Nachmittag beschäftigen, sondern ein ganztägiger Lernort sein. Unter diesem Gesichtspunkt wurde auch der Umbau voran getrieben. "Wir haben ein auf die Bedürfnisse aller Familien angepasstes Angebot", warb Müller für das Konzept ganztägiges Lernen . Die Cafeteria und die Lese-Lounge seien Beispiele für eine Schule, die "Lebensraum" für Kinder sein wolle. In Ludweiler könne man wählen: zwischen einer Halbtagesschule mit AG- Angeboten, der Halbtagesschule mit Freiwilliger Ganztags schule und den echten Ganztagesklassen ab dem nächsten Schuljahr in den Stufen 5 bis 9. Dass das Angebot auch angenommen werde, beweise die Tatsache, dass 2007 nur 26 Kinder die Freiwillige Ganztagsschule besucht hätten und sich die Zahl verfünffacht habe. Der Schulträger habe das Lernumfeld für die Kinder deutlich verbessert. Mit Kreativität und Engagement seien aus knappen Mitteln gute Ideen umgesetzt worden. Dabei zählte die Schulleiterin einige Beispiele auf: das DFB-Minispielfeld, eine Betonsanierung im Außenbereich, die Rodung verwilderter Flächen, die Renovierung von Klassen und Schülertoiletten, das Herstellen eines Fitnessraums, die neue Lehrküche und die Anschaffung eines Flügels.

Stolz sei man auf die Cafeteria und die Leselounge, wobei an mehreren Stellen in der Schule Bücher angeboten werden, die ohne Bürokratie von den Schülern mitgenommen werden können. Die Hemmschwelle soll niedrig sein - auch wenn dann mal ein Buch verloren geht.