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Neuberger-Schüler sind stolz auf ihre Eule

Gruppenbild mit Eule: Schüler zusammen mit Lehrer Klaus Schreiner und Bildhauer Werner Bärmann (rechts). Foto: Jenal
Gruppenbild mit Eule: Schüler zusammen mit Lehrer Klaus Schreiner und Bildhauer Werner Bärmann (rechts). Foto: Jenal
Völklingen. Eine Eule steht nun am Eingangsbereich der Mühlgewannschule am Hindenburgplatz, einer Filiale der Hermann-Neuberger-Schule. Natürlich keine lebendige, sondern aus Stein gehauen Von SZ-Mitarbeiter Horst Lange

Völklingen. Eine Eule steht nun am Eingangsbereich der Mühlgewannschule am Hindenburgplatz, einer Filiale der Hermann-Neuberger-Schule. Natürlich keine lebendige, sondern aus Stein gehauen. Und worauf die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 R 1 und 9 R 2 besonders stolz sind: Sie waren es, die in zwei Tagen mit Unterstützung des Bildhauers Werner Bärmann aus einem zwei Meter hohen Quader die Eule mit Hammer und Meißel, Schleifstein und Wasser herausmodellierten. "Damit haben sich unsere Neuner-Reformklassen zum Abschluss ihrer Schulzeit selbst ein Denkmal gesetzt", freut sich Schulleiter Franz Haselmann. Der freischaffende Bildhauer Bärmann, der in jungen Jahren Diplom-Sportlehrer und Soziologe war, sagt: "Alle, die mitgemacht haben, waren mit großem Elan dabei und sind stolz darauf, mitgearbeitet zu haben. Aus Buntsandstein ist die Eule, mit Eiseneinlagerungen und damit sehr wertvoll." Finanziert wurde das Werk über den Förderverein der Schule und den Regionalverband. Zu Stande kam der Kontakt zwischen Künstler und Schule durch Lehrer Klaus Schreiner, mit dem Bärmann seit Jahrzehnten befreundet ist. Zusammen kamen sie auf die Idee, mit den Schülern diese Skulptur zu schaffen. Die Eule symbolisiert bekanntlich Weisheit, aber auch Ruhe und Gelassenheit. "Damit trägt auch unser Modellversuch der Reformklassen Früchte", findet Klassenlehrerin Helge Tröster-Illy. In diesen Reformklassen werden die Jugendlichen mit Hilfe von Berufsbegleitern und einer Sozialarbeiterin gezielt auf die Berufswelt vorbereitet. Zudem werden die Schüler, die oft einen Migrationshintergrund haben, in den Hauptfächern durch jeweils zwei Lehrer unterrichtet.