Neubau für Feuerwehr in Völklingen wird teuer

Völklingen : Neubau für Feuerwehr wird teuer

Das Feuerwehrgerätehaus des Völklinger Löschbezirks Stadtmitte in der Fontanestraße ist in die Jahre gekommen und genügt den Anforderungen nicht mehr. Wird das Gebäude am jetzigen Standort modernisiert und erweitert?

Oder zieht die Feuerwehr in einen Neubau auf einer freien Fläche vor der Mühlgewannschule? Auf Antrag der CDU stand das Thema am Donnerstag auf der Tagesordnung des Hauptausschusses des Stadtrats.

„Alternativ zu einem Umbau der alten Bestandsgebäude mit Kosten im siebenstelligen Bereich sollte diskutiert werden, ob ein Neubau nicht langfristig die bessere Lösung für die Stadt Völklingen ist“, schreibt Fraktionschef Stefan Rabel im seinem Antrag. Fachdienstleiter Stephan Michely informierte über die Alternativen: Ein Neubau auf der Fläche an der Mühlgewannschule würde 10 Millionen Euro kosten. Ein Neubau am jetzigen Standort wäre eine halbe Million Euro teurer, unter anderem wegen der Abrisskosten für das alte Gebäude.

Die Finanzierung eines Neubaus dürfte allerdings schwierig werden, bisher hat das Innenministerium für das Projekt nur einen Kredit von vier Millionen Euro bewilligt. „Mir fehlt im Moment die Fantasie, wo die restlichen sechs Millionen Euro herkommen“, erklärte Kämmerer Stephan Groß mit Blick auf die angespannte Haushaltslage. „Entscheidend wird sein: Wie viel Geld haben wir zur Verfügung“, sagte SPD-Fraktionschef Erik Kuhn. Der Tenor der Wortbeiträge: Die Politiker wollen für die Feuerwehr optimale Arbeitsbedingungen schaffen. Gleichzeitig sollen aber auch die Grundschüler nicht vergessen werden. Ihre Zahl ist gestiegen, deshalb muss in der Innenstadt zusätzlich Platz geschaffen werden. Die Politiker forderten die Verwaltung auf, ein Gesamtkonzept zu entwickeln.

Die Mühlgewannschule ist eben auch als Grundschulstandort im Gespräch. Gerätehaus und Schule direkt nebeneinander geht aber nicht. Eine Doppelnutzung für Feuerwehr und Grundschule sei nicht möglich. Oberbürgermeisterin Christiane Blatt (SPD) sagte zu, dem Ausschuss einen Lösungsvorschlag zu unterbreiten. Und was wünscht sich die Feuerwehr? Ein Neubau sei dringend notwendig, betonte Wehrführer Herbert Broy. Er verdeutlichte, dass ein Neubau am jetzigen Standort problematisch wäre. Während der Bauphase müssten Fahrzeuge und Feuerwehrleute ausgelagert werden. Ein Beschluss wurde in der Sitzung nicht gefasst.