Naturschutzgebiet Warndt: Zustimmung vom BUND

Völklingen · Das Umweltministerium will den Warndt auf 5091 Hektar Fläche als Naturschutzgebiet ausweisen. Die Pläne werden derzeit in der Region heftig diskutiert. Der BUND Saar spricht sich für die Unterschutzstellung aus.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Saar begrüße "grundsätzlich" die Ausweisung des Warndt als Naturschutzgebiet, hat BUND-Landesvorsitzender Christoph Hassel gestern mitgeteilt. Mit der Unterschutzstellung ergebe sich "die Chance für die Entstehung und Entwicklung eines in Vielfalt geprägten großen Naturschutzgebietes im Saarland". Die bisherige öffentliche Diskussion über mögliche Nutzungseinschränkungen für die Bürger sei "zu emotional" geführt worden, meint Hassel; er plädiert für "mehr Sachlichkeit". Die Zusage des saarländischen Umweltministers Jost, "dass die Bürgerinnen und Bürger aus dem Warndt nicht aus dem Schutzgebiet ausgeschlossen werden sollen" und dass es auch "mehr Zeit geben wird, um das Vorhaben in der Region zu diskutieren", sei daher zu begrüßen. Zwar könne der BUND "bis zu einem gewissen Maße" einige Bedenken nachvollziehen, er halte sie aber "im Grunde für nicht gegeben und begründet". Jedoch lasse sich Akzeptanz dafür, dass man den "Naturschatz" Warndt für die Zukunft bewahre, "nur erreichen, wenn die dort lebenden Bürgerinnen und Bürger mitgenommen werden", so Hassel weiter. Er kündigt an, dass der BUND Saar eine "dezidierte Stellungnahme" zum Thema ausarbeiten werde. Etwa zu der Frage, "wie der Warndtwald noch natürlicher werden kann, ohne dass es zu Einschränkungen bei der Nutzung kommt".

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